Ananas Schneiden II

Zum Ananas-Event bei Edeka fehlten mir neulich die Worte. In Noah Sows „Deutschland Schwarz Weiß“ habe ich jetzt einen passenden Abschnitt gefunden, in dem sie über exotisierende Afrika-Zirkusshows schreibt:

Gerne wurden und werden ausgerechnet derartige Spektakel als „humanitäre“ Angelegenheiten vermarktet, indem man beispielsweise einen Teil des Erlöses spendet […] und behauptet, man schaffe den Darstellen der Shows oder gar ihren Heimatregionen dadurch eine „Lebensgrundlage“ oder vermittele „Selbstbewusstsein“. Dies ist eine besonders verklärende Form von Rassismus, da sie gar nicht erst die Möglichkeit in Betracht zieht, Menschen anders als von oben herab oder als potenzielle Tänzer für Europäer wahrzunehmen. Sie implizieren zudem, dass aus der Arbeit für den weißen Mann mehr Selbstbewusstsein resultieren kann als aus einem gleichberechtigten Miteinander.

Das noch als Nachtrag.