It’s the investors, stupid!

A special program about the housing crisis. We explain it all to you. What does the housing crisis have to do with the collapse of the investment bank Bear Stearns? Why did banks make half-million dollar loans to people without jobs or income? And why is everyone talking so much about the 1930s? It all comes back to the Giant Pool of Money.

This American Life hat sich mit 355: The Giant Pool of Money mal wieder selbst übertroffen. Wer gerne wissen würde, wie das mit der Immobilienkrise passieren konnte, und eine Stunde übrig hat: Unbedingt anhören.

Futurekicks

Chaosradio 130 hatte den Titel Living The Future. Es ging um Momente im digitalen Leben, in denen mensch ich so zukünftig fühlt. Jetzt hatte ich auch ein solches Erlebnis: Sich Mit Hilfe von Apple TV beim Abendessen vorm Fernseher durch youtube zappen. Weder ist das Apple TV jetzt ein unglaublich tolles Gerät, noch waren die youtube Videos besonders spannend. Aber in der Kombination hatte das was.

Podcasts: Theorie und Praxis, Popkultur und der ganze Rest

Die Sendung bei FSK heute Abend lief ganz gut. Ich werde demnächst mal die Widerholungstermine für Lorettas Leselampe Spezial raussuchen und hier posten. Apropos Radio:

Wie schön! Ich habe einen deutschsprachigen, feministischen Podcast entdeckt. „Mono. Die weibliche Note“ – so der etwas seltsame Name – kommt seit August diesen Jahres ein paar Mal im Monat. In den bisher acht Folgen geht es um Themen wie Comics, Filme, Alice Schwarzer, Gewalt, Vergewaltigung und Abtreibung. Britta Helm, die bisher eine zweistündige Sendung im Münsterer Campusradio hatte, jetzt aber nicht mehr studiert, redet über diese Themen und interviewt Leute, die etwas dazu zu sagen haben. Beispielsweise sprach sie in Folge 6 mit Sarah Diel über Abtreibung im internationalen Kontext. Außerdem gibt es Kinotipps und interessante Veranstaltungshinweise für Münster und andere Städte.

Ich habe den Podcast gestern abonniert und fast alle Folgen schon angehört. Brittas Meinung, z.B. über BUST* und Alice Schwarzer, teile ich nicht immer. Aber wie langweilig wäre das denn? Ich hoffe, Britta findet mit ihrem sehr angenehm hörbaren Podcast viele interessierte Hörer_innen.

* Morgen oder übermorgen werde ich an dieser Stelle begründen, warum die BUST super ist, gerade weil es auch um Amy Winehouses Handtascheninhalt geht.

Podcasts: Becoming Nerd


Der dritte Teil der Podcast-Serie kommt in zwei Teilen. Nach This American Life und Addicted to Race geht es ab heute um einige deutschsprachige Feeds aus meiner Abo-Liste, die in Zusammenhang mit dem Titel des Blogs stehen: i love digital life!

Ich höre jede Woche die neue Ausgabe von Bits und so. Das funktioniert so: Es treffen sich ein paar Typen beim „Podcast-Profi der ersten Stunde“ (lol) Timo Hetzel in München und plaudern über ihre Macs, ihre iPods, ihre iPhones, andere Gadgets und Software.

Die Bits und so-Crew besteht fast nur aus Mac-Nutzern. Sie überlegen, was „der Steve“ wohl bei seiner nächsten Keynote sagt, ärgern sich über die Ringeltöne im iTunes-Store und stehen zu ihren Gefühlen: In jeder Folge wird über kaputte Geräte und schlecht funktionierende Anwendungen geweint gewhined.

Die Gerüchteküche ist, wie im Apple-Kontext üblich, zu jeder Zeit mindestens am köcheln. Das, was „die Analysten“ über mögliche neue Produktentwicklung sagen, wird fan-boy-mäßig eingeordnet und mit viel technischem Sachverstand unterlegt. Bits und so erklärt mit unter auch mal Konzepte aus Programmierung und Hardware-Design, die sicher nicht für alle interessant sind. Ich mag sowas aber sehr, denn es ist meistens sehr sympatisch und leerreich, vor allem eben für Leute, die mit Macs arbeiten.

Das Beste an Bits und so sind darum für mich auch die Picks der Woche: Reihum wird ein Stück Soft- oder Hardware vorgestellt, dass den Podcastern Spass macht und Anwender_innen das Leben erleichtern könnte. Vom Entwickler-Tool über den USB-Hub bis zum Count-Down Widget ist für jede_n mal was dabei.

Für Gamer_innen ist vielleicht auch der Spin-Off Games und so interessant. Dort stellen die selben Typen, diesmal angeführt von einem Spielezeitungsredakteur, neue Spiele für Konsolen, Handhelds und Computer vor. Das höre ich ab und zu auch, wenn auch mit weniger Begeistertung.

Nerd sein ist Nerd werden, ein Prozess. Informationen müssen her und verarbeitet werden. Nicht alles verstehen? ‚Drauf geschissen.

Rhythm King & Her Friends: Neues Album und Tourtagefilm

Oh my godness! Das neue Rhymthm King & Her Friends Album ist klammheimlich am letzten Freitag bei Kitty-Yo erschienen: The Front Of Luxury. Ich höre es jetzt zum ersten Mal und schreibe nichts darüber, da ich Rezenzionen für eine uninteressante Textart halte. Außerdem könnnt ihr ja reinhören, den Titelsong runterladen oder das Video zur Single anschauen.

Apropos Video anschauen: Ich bin ja überhaupt erst auf Rhythm King gekommen, weil ich mir heute endlich mal den Film ansehen wollte, der in letzter Zeit über den Kitty-Yo Podcast auf meinem Rechner gelandet ist. Pauline Boudry hat nämlich 2004/2005 tour diaries gefilmt. Bisher sind fünf Teile erschienen und der erste sah schon super aus. Doch jetzt muss ich erstmal den Luxus genießen, ein ganz neues Album hören zu dürfen.

Podcasts: This American Life


This American Life ist eine Radiosendung, die seit 1995 in Chicago produziert wird und in den USA auf über 500 öffentlichen Sendern läuft. Die jeweils aktuelle Folge kann als Podcast runtergeladen werden.

Jede Episode hat ein übergeordnetes Thema, zu dem zwei bis fünf Geschichten erzählt werden. Das können Ich-Erzählungen sein. Meistens sind es Reportagen, bei denen mit journalistischen und narrativen Elementen gearbeitet wird. Manchmal tragen Autoren auch Kurzgeschichten und Essays zum Thema vor. This American Life betrachtet den amerikanischen Alltag, ungewöhnliche Lebensgeschichten und das Verhalten von Menschen. This American Life hat ein relativ offenes Konzept… die einzige Konstante scheint Ira Glass zu sein, der die Sendung erfunden hat und bis heute host und executive producer ist. Zum Einstieg empfielt es sich, die Lieblingsfolgen der This American Life-MacherInnen anzuhören. Alle bisher erschienen Folgen stehen auf der Website als Stream bereit.

Die aktuelle Folge trägt den Titel „Unconditional Love“. Es geht unter anderem um ein amerikanisches Paar, die einen Jungen aus einem rumänischen Weisenhaus adoptiert hatten. An seinem achten Geburtstag hörte er zum ersten Mal, dass Menschen geboren werden und Eltern haben. Er begann, seine Adoptiveltern zu hassen. Er hasste sie stellvertretend für alle, die daran schuld waren, dass er in seinen ersten Lebensjahren niemals ausgestreckt schlafen konnte, weil in seiner Krippe noch ein anderer Junge saß. Seine Wut war so groß, dass seine Mutter zeitweilig einen Bodyguard brauchte. Ich will anderen immer die Geschichten erzählen, die ich da gehört habe. Aber so gut wie This American Life kann ich das leider nicht.

In einer älteren Folge ging es um Kinderlogik. Zusammenhänge, die in sich rational sind, aber aus der Sicht von Erwachsenen einfach nicht stimmen. Oder Autor David Sedaris erzählt eine Geschichte aus dem Frankreichurlaub. Amerikanische Touristen hielten ihn in der Metro für einen französischen Taschendieb und unterhielten sich lautstark auf Englisch darüber. Das This American Life-Team verbrachte auch einmal 24 Stunden in einem Café in Chicago. Mit ihren Recordern befragten sie die Angestellten und Kunden nach ihren Geschichten. Was es auf sich hat mit den Ferienlagern habe ich durch This American Life gelernt.

… each week we choose a theme and put together different kinds of stories on that theme. That doesn’t sound like something we’d want to listen to on the radio, and it’s our show.

Alles speichern, alles aufheben. Das geht nicht. Normalerweise lösche ich Podcasts relativ bald nach dem Hören. Nur This American Life wird gebrannt und archiviert.

Addicted to Race Podcast

In nächster Zeit werde ich ein paar Podcasts vorstellen, die ich besonders interessant finde. Mehr über Podcasting im Allgemeinen habe ich mal für das Nillson-Fanzine geschrieben. Da könnt ihr nachlesen, was das ist und wie ihr rankommt, falls ihr es noch nicht kennt.

Meine neuste Entdeckung ist Addicted to Race. Mitlerweile habe ich schon einige der zwischen 25 und 70 Minuten langen Episoden angehört und bin schwer begeistert! Carmen Van Kerckhov diskutiert in jeder Folge mit einem Studiogast über aktuelle Themen, die vor allem im amerikanischen Diskurs über race eine Rolle spielen. Es werden ausführliche HöhrerInnenkommentare gespielt, die in die angeregten und unterhaltsamen Gespräche mit Van Kerckhov und ihren Gästen einfließen.

Neulich wurde zum Beispiel über über die Aktion der Ladenkette 7-Eleven gesprochen, die zum Start des Simpsons-Filmes einige Läden zu Kwik-E-Marts samt Apu verwandelt hat. Dabei ging es im Besonderen um das Unverständnis, mit dem die amerikanische Mainstream-Presse den Kritiken des stereotypen Charakters begegnete.

Andere Folgen beschäftigen sich mit dem „No Homo“-Phänomen, es wurde über den Zusammenhang von Körperbildern und race diskutiert und auch das Thema „Feminism and Women of Color“ wurde diesen Monat schon behandelt. Heute habe ich eine Folge gehört, in der es um internationale und race-übergreifende Adoptionen ging, und bei der Angelina, Madonna und co. ihren Senf abbekommen haben.

Das in Addicted to Race immer wieder die Verschränkungen von Rassismus mit anderen sozialen Strukturkategorien betrachtet werden, macht den wöchentlich erscheinenden Podcast besonders hörenswert.

Neben dem Addicted to Race-Podcast schreibt Van Kerckhov auch für die untereinander vernetzten Blogs racialism.com, antiracistparent.com und raceintheworkplace.com. Sie ist Präsidentin von New Demographic, einer in New York ansässigen Firma, die Anti-Rassismus-Trainings und Seminare durchführt und sich das Ziel gesetzt hat, sich mit den „real issues“ jenseits von Diversity-Sprech auseinander zu setzen. Dem Podcast gelingt das ausgezeichnet.

Flight of The Conchords

Wie nett von HBO, dass sie eine nicht nur Werbung für, sondern auch Songs aus Flight of the Conchords in ihren Blog einbetten lassen. So kann ich Euch geneigten Lesenden das mal zeigen.

Die Serie ist bestimmt der Comedy-Hit der Saison. Es geht um ein neuseeländischen Duo (Jamaine und Bret), die zusammen mit ihrem Manager Murray in New York auf dem besten Weg sind, richtig erfolgreich zu werden. Einen Fan haben sie immerhin schon gefunden. Es gibt großartige Gags über mit dem neuseeländischen Akzent. Besonders toll ist es aber, wenn Brit Bret und Jamaine wie in diesen alten Filmen Songs zum besten geben, die in die Handlung eingebaut sind.

Flight of The Conchords läuft hierzulande noch nicht im TV, aber der FoTC-Podcast (bei iTunes) enthält u.a. die Folgen 1 und 4. Enjoy!

Nicht gut genug, Feministin zu sein?

Eben hörte ich den 51% Podcast, Folge 925. Dort gab es einen Beitrag zur Frage, ob es eine richtige Art gibt, Feministin zu sein, und wie Frauen mit dieser Frage umgehen. Kompliziert, darum zitiere ich mal:

Feminism, like many isms has different definitions depending on who you ask. Which leaves a lot of questions that can create conflict between people who share many…if not most of their beliefs. Can I be a feminist and wear make up, shave my legs…Date men? Like shopping? Amy Richards and Jennifer Baumgardener have been examining these questions for years. These 30 something feminist authors met about 14 years ago in the office of Ms. Magazine. They began looking at what it really means to be a feminist now. Since then they’ve collaborated on two books on the subject, Manifesta: Young Women, Feminism and the Future, and, Grassroots: A Field Guide for Feminist Activism and have been traveling around the country sharing their thoughts on this new feminism. I caught up with them at a women’s conference at The College of Saint Rose in Albany NY.

Eine Aussage einer der Autorinnen fand ich besonders bemerkenswert: Viele Frauen würden sich nicht als Feministin bezeichnen, oder als solche identitfizieren, weil sie von sich selbst glaubten, nicht gut genug zu sein

Das heißt: Sie erfüllen bestimmte Normen nicht, die sie selbst mit Feminismus verbinden. Sie möchten auch nicht in Situationen kommen, in denen andere sie vorwurfsvoll damit konfrontieren und z. B. sagen: „Also komm, du als Feministin fühlst dich zu dick? …rasierst dir die Beine? …isst Fleisch? ….gehst so gerne shoppen?!“

So habe ich noch die über das „I’m not feminist, but….“-Problem nachgedacht. Es erscheint mir aber ziemlich einleuchtend, ein Label wie „Feminismus“; auch aus diesem Grund für sich selbst nicht anzunehmen, gerade wenn immer wieder Authenzität und Widerspruchsfreiheit von einer_m gefordert werden.