Gleichstellungspolitik wird Chefsache

Zumindest soll Gleichstellungspolitik im AStA der Uni Hamburg jetzt zur Kernangelegenheit werden. KernAStA nennen sich die vom Studierendenparlament gewählten Vertreter der Studierendenschaft in Abgrenzung zu den vier teilautonomen Referaten. Das Frauenreferat, das bisher basisdemokratisch von der Frauenvollversammlung gewählt wurde, soll jetzt aufgelöst werden. Dies geschieht, nachdem bei der letzten Frauenratswahl die amitierenden und sehr aktiven Referentinnen einer aus dem Nichts auftauchenden Konkurenzliste ohne Programm unterlagen. Um Gleichstellungsfragen soll ich in Zukunft das Sozialreferat kümmern.

Weiterhin ist der AStA der Meinung, dass Frauen an der Uni zwar keine Minderheit (mehr) darstellen, aber noch immer mit Diskriminierungen aufgrund ihres Geschlechts zu kämpfen haben. Da die Gleichstellungsproblematik also die Mehrheit der Studierenden betrifft, hat der AStA sich dafür entschieden, die Frage der Gleichstellung nicht mehr in der Struktur einer Minderheitenvertretung zu belassen, sondern in den Kern-AStA zu integrieren.

Mehr dazu auf der Homepage des AStAs. Der Plan ist, in Anbetracht der Geschichte der teilautonomen Referate und der gesellschaftlichen Zustände, ein Skandal, aber immerhin aus mathematischer Sicht bestechend einleuchtend.

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