nrrrdz000016: wie weiter mit dem netzfeminismus?

nrrrdz logoVor einer Woche saßen wir zusammen und haben über die letzten zwei, drei Jahre Netzfeminismus gesprochen. Vorab: Es geht um unsere Perspektiven darauf, die Leute, die wir kennen und die Ereignisse, bei denen wir dabei waren. Was ist passiert vom ersten Wahrnehmen rund um die Re:publica 2009 bis heute, wo sogar die SZ komisches Zeug darüber schreibt? Wie entwickelt sich das alles? Wer nimmt sich darin welchen Platz? Wir sprechen über die Rolle von Events wie dem netzfeministischen Chat, der kürzlich stattgefunden hat, den Gendercamps und anderen Meatspace Formaten wie die Genderbar in Hamburg, das Netzfeministisches Bier Berlin (organisiert von Netzfeminismus.org) und Queer Geeks and Naughty Nerds (ebenfalls Berlin). Es geht um die kleinen, zum Teil zufälligen und belanglosen Dinge, die wir alle so tun und das große Ganze, was am Ende dabei rauskommt.
Da Mikros vor uns standen ist eine nrrrdz Folge dabei rausgekommen. Bei der Gelegenheit habe ich Marlen dann auch einen neuen Podcast vorgestellt: Logbuch Netzpolitik informiert wöchentlich über aktuelle Entwicklungen und Ereignisse.

 
Download (mp3, 43,5 MB, 1 h 30 min)



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  1. hallo, ich hätte diverse anmerkungen zu eurem podcast, bzw auch fragen. vieles wäre wahrscheinlich länger, aber eins ist relativ konkret. und zwar ist mir schon häufiger mal aufgefallen, wie ihr über presse, bzw medien im allgemeinen sprecht und sobald es auf das thema (mainstream-)medien kommt, scheint ihr eine eher ablehnende haltung zu haben, in dem sinne „sobald etwas im mainstream angekommen ist, wird es verwischt und ist somit nicht mehr das, was wir eigentlich wollten“. da hätte ich zum einen die frage, was eigentlich für euch zu mainstream medien zählt, nach was wird das definiert (auflage?) und woher kommt diese einstellung? (sofern ich das richtig verstanden habe). ich würde dem zustimmen, dass es bestimmte themen gibt, die breiter in der medienlandschaft thematisiert werden und andere eben weniger oder gar nicht, dennoch würde ich dem nicht zustimmen, dass es „eh alles das gleiche ist“ im mainstream oder dass es immer bestimmte arten und weisen gibt, wie bestimmte themen in der presse verhandelt werden (im bezug auf die zeit journalistin klang das so durch, sie würde ja eine typische geschichte a la xyz daraus machen). und ich muss gestehen — auch wenn es nicht so deutlich ausgesprochen wurde — dass ich diese skepsis gegenüber den regulären (bzw etablierten) medien (im sinne von journalistisch „anerkannten“ medien) auch für etwas gefährlich halte. vielleicht könnt ihr da in einer anderen folge nochmal darauf eingehen.
    und zu dem thema „wie definiert ihr eigentlich geschlecht“ hätte ich noch die anmerkung, dass ich auch die argumentation von marlen (?) auch nicht ganz nachvollziehbar fand, wo sie erklärte, warum der begriff des netzfeminismus für sie nicht passend sei. ich denke, dass es eine richtige einschätzung ist, dass viele „netzfeministinnen“ tatsächlich keine umfassende theorie zum begriff „geschlecht“ haben und dass aber durch diesen fakt ja das argument nicht zieht, zu sagen „die definieren das anders als ich“, da es ja quasi nicht definiert wird. es ist wahrscheinlich ja schon so, dass viele von einem „biologistischen“ begriff ausgehen, dennoch denke ich, dass dieses feld noch sehr diffus ist und dadurch aber auch viele möglichkeiten zur intervention und zum eigenen einmischen vorhanden sind. und welche frage auch gar nicht thematisiert wurde — die ich aber für sehr relevant halte — ist auch die, welches politisches ziel eigentlich mit den unterschiedlichen feminismen verfolgt wird. so wird es — meiner einschätzung nach — immer eine große lücke geben zwischen einem wünschenswerten zustand (der vielleicht als „philosophische utopie“ bezeichnet werden kann, zb die aufhebung der geschlechter, oder eben die anerkennung von soundsovielen geschlechtern) und eben einem „realpolitischen“ ziel, welches innerhalb der kommenden jahre auch umgesetzt werden kann. so denke ich, dass es zwar gut und richtig ist, sich auszutauschen (wie etwa bei einem netzfeministischen bier oä) aber dass doch über die unterschiedlichen herangehensweisen auch klarheit bestehen muss. das ist mir nicht ganz deutliche geworden, ob da eigentlich ein bewusstsein drüber herrscht und wo ihr euch da eigentlich einordnen würdet. ich hoffe, ich habe alles verständlich ausgedrückt und freue mich über feedback. :)

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