Rezension: Iris Radisch – Die Schule der Frauen


Die Literaturkritikerin und Journalistin Iris Radisch mischt sich in die Debatte um Familie, Kinderbetreuung und Geschlechterverhältnisse ein. Im Gesamtbild ist „Die Schule der Frauen“ (2007, DVA) sicher einer der intelligenteren Beiträge zur dieser Diskussion. Radisch schreibt nicht nur über die Betreuungsproblematik, sondern vor allem darüber, wie sich die Welt für Männer und Frauen verändert hat, und was das für ihre romantischen Beziehungen und ihr Familienleben bedeutet. Radischs oft kluge, essayistisch zu Papier gebrachten Beobachtungen und Schlussfolgerungen stellen jedoch kein ungetrübtes Lesevergnügen dar. Zu sehr sind ihre Beobachtungen unhinterfragt geprägt von ihrer eigenen Position als Angehörige der intellektuellen Mittelschicht.

Kinder und Gründe

Für Radisch liegt die Ursache der zur Zeit so intensiv debattierten Fragen zu Kinderbetreuung, Elternschaft und Geschlechterrollen in der fortschreitenden Modernisierung und der Durchsetzung ökonomischer Rationalitäten in den Lebenswelten von Männern und Frauen.

„Es ist weit und breit kein rationaler und das heißt im materialistischen Zeitalter: kein ökonomischer Grund mehr in Sicht, Kinder zu bekommen“ (S. 86).

Scharf kritisiert sie die „Ideologen“, die angesichts dessen mit allzu einfachen Lösungen aufwarten. Sie spielt dabei nicht nur relativ deutlich auf eine bekannte Moderatorin und Nachrichtensprecherin an, sondern meint in erster Linie die männlichen Protagonisten der Debatte, Leute wie der FAZ-Mitherausgeber Frank Schirrmacher, den Soziolge Franz-Xaver Kaufmann oder Bundesverfassungsrichter Udo Di Fabio. Diese seien schließlich selbst „Erfolgszombies“ der Industriegesellschaft. Weit entfernt von Mutter Natur und tief verstrickt in kapitalistische Logiken, fordern sie – ohne um ihre Identitäten fürchten zu müssen – von Frauen ein „zurück zur Natur“ bzw. eine Wiederentdeckung der angeblich inneren weiblichen Prinzipien. Richtigerweise fragt Radisch zurück, warum denn ausgerechnet Frauen von „einer Modernisierung des Innenlebens“ (S. 123) verschont geblieben sein sollten.

Biologismen lehnt Iris Radisch ab:

„Wenn man überhaupt von der Natur des Menschen reden kann, so besteht sie offensichtlich darin, dass er keine hat. Warum soll dann ausgerechnet das Kinderbekommen zu den angeblich unveräußerlichen natürlichen Eigenschaften zählen?“ (S. 47).

Im Vergleich zu vielen anderen hat sie damit die Nase ein Stück weit vorn.
Ihre historische Kontextualisierung der heutigen Familie als bürgerliches Modell fällt positiv auf, auch wenn Radisch dabei nicht vollständig widerspruchsfrei bleibt. Sie schreibt einerseits vom abgestürzten Helden, der „jahrtausendelang Zentrum des familiären Sonnensystems“ (S. 24) gewesen sei, merkt später (S. 64) jedoch an, dass die schwache Frau eine Erfindung der bürgerlichen Familie sei.

Elternschaft erscheint bei Radisch als etwas rational nicht nachvollziebares, als eine neue, jedoch kompliziert zu organisierende Art Aussteigertum. Kinder, so schreibt Radisch voller Pathos, sind Leben. Sie geben dem Leben Sinn (S. 91). Das findet sie selbst so unbeschreiblich (S. 94), dass sie feststellen muss, wie schwer es ist, für das Kinderkriegen zu „werben“. Menschen, die keinen Nachwuchs zu versorgen haben, können das damit verbundene Glück kaum nachvollziehen. Die finanziellen Nachteile und die zeitliche Beanspruchung sind jedoch für jede und jeden erkennbar. Ins Leere laufen müssen laut Radisch deswegen auch die Anrufungen, die zur Zeit vor allem an die viel zitierten „kinderlosen Akademikerinnen“ gerichtet werden: „Niemand wird aus demografischen Erwägungen Kinder bekommen“ (S. 100). Diejenigen, die ihre Hoffnungen in das neu geschaffene Elterngeld setzen, seien „Opfer des Scheckbuch Denkens“ (S. 96), denn schließlich ist dieser finanzielle Anreiz selbst Teil des materiellen Paradigmas, welches das Problem grundsätzlich ausmacht.

Fremdländische Nebenrollen

Soweit, so gut, wären da nicht die „fremdländischen Gastauftritte in den Nebenrollen“ (S. 133) in Radischs Text, die für rhetorische Würze sorgen sollen, jedoch einen unangenehm faden Beigeschmack hinterlassen. Auch Radisch weiß, dass die Betreuungslücken, die durch die steigende Erwerbsarbeitsquote von Frauen entstanden sind, häufig mit nicht-deutschem Personal gefüllt werden. Die Art und Weise, wie Radisch das beispielsweise anhand einer fiktiven, jungen Akademikerfamilie beschreibt, lässt deutlich werden, dass sie das nicht für die optimale Lösung hält:

„So geraten die beiden sehr schnell auf ganz reguläre Weise in die Illegalität. Sie werden eine nette Mittfünfzigerin aus der Nachbarschaft, die bereits Arbeitslosengeld aus ihren gezahlten Steuergeldern kassiert, schwarz für sich arbeiten lassen, für acht bis zehn Euro pro Stunde. Da haben sie noch Glück. Die Frau ist in der Nähe und zuverlässig. Die Kolleginnen im Verlag sind häufig schon bei der fünften oder zehnten Kinderfrau, erst aus Russland, dann aus Ghana, am häufigsten aus Polen. Keine ist wirklich lange in Deutschland geblieben, keine hat sich überhaupt ernsthaft für das Kind interessiert.“ (S. 111)

Das Problem haben bei Radisch die gut verdienenden Mitglieder der deutschen Mittelschicht, nicht jedoch die Kinder- und Putzfrauen aus Russland, Ghana oder Polen. Das Problem ist nicht die Ausbeutung subalterner Frauen, die sich oft illegal in Deutschland aufhalten, oft ihre eigenen Kinder im Herkunftsland zurück lassen und als Illegalisierte in Deutschland keine rechtlichen Möglichkeiten haben, gegen problematische Arbeitsverhältnisse vorzugehen. Das Problem ist auch nicht die Verlagerung patriarchaler Arbeitsstrukturen weg von den weißen Mittelschichts-Frauen, die sich ihre Emanzipation nun leisten können, auch ohne, dass sich Männerrollen geändert haben, hin zu Frauen aus ärmeren Ländern oder Frauen unterer Schichten.

„Ganz selbstverständlich haben wir uns daran gewöhnt, dass unser Badezimmer von einer Polin geputzt, unsere Kinder von einer Russin betreut, unsere Mutter von einem Türken unterstützt und unser Gärtchen von einem Albaner gepflegt wird. Die soziale Betreuung, die Kinder- und Altenpflege, die Haus- und Gartenarbeit, der gesamte ehemals weibliche Aufgabenkosmos ist, wo das bezahlt werden kann, längst in internationaler Hand“ (S. 21).

Möglicherweise kostet das immer noch zu viel. Möglicherweise ist es auch nicht gut genug. Es ist mir nicht klar warum, aber Radisch scheint unzufrieden zu sein, obwohl sie sich ja großzügigerweise an die Anderen gewöhnt hat. Als Mutter dreier Töchter kennt sie diese Probleme selbst. Sie erzählt, dass ihre erste Tochter eine Zeit lang von einer jungen Türkin vom Kinderladen abgeholt und mit in ihre WG genommen wurde. Dieses Arrangement wurde von Seiten des Kinderladens kritisch beäugt und für unstabil gehalten. Eine „seriösere Betreuung“ musste also her und „fortan kam die berühmte kinderliebe Mitfünfzigerin, blondiert, geschieden und freundlich. Wenn ich nach Hause kam, schlief das Kind meistens schon, und die Milchfläschchen waren alle gespült“ (S. 116). Eine saubere Lösung.

Glück und Liebe

Fassen wir zusammen: Es gibt ein vielfältiges Betreuungsproblem. Frauen (zumindest die gebildeten deutschen Frauen), haben Besseres zu tun, als es durch einen Geschlechterrollerückwärtswandel selbst zu lösen. Männer werden auch nicht reihenweise zu Hausmännern. Außerdem scheint es in einer durchökonomisierten Welt ohnehin irrational zu sein, Kinder zu bekommen und eine Familie zu gründen, auf doppeltes Einkommen, Karriere und Selbstverwirklichung zu verzichten.

Und als wäre das nicht schon kompliziert genug, kommt jetzt auch noch die Sache mit der Liebe dazu.

Die einzig wahre Familie ist für Iris Radisch die dauerhafte, monogame, heterosexuelle Zweierbeziehung. Nicht-monogame Beziehungskonstellationen seien als Versuch gescheitert (S. 71) und Patchworkfamilien mögen zwar in Einzelfällen ganz nett sein, bleiben jedoch stets ein minderwertiger Ersatz. Scheidungen sind ein großes Übel, vor allem für die Kinder, die hier als Opfer des elterlichen Selbstverwirklichungswahns geradezu pathologisiert werden: „Für Kinder ist das Ende ihrer Ursprungsfamilie ein lebenslanger Schrecken“ (S. 79). Früher, da war es schön, denn da wurde wenigstens nicht jedes Fehlverhalten eines Partners gleich ans Tageslicht gerzerrt:

„Und Leute wie die gute alte Schmanzbäuerin, die mit neunzig Jahren demütig stirbt in stiller und dankbarer Erinnerung an ihre kinderreiche siebzigjährige Ehe – die sind wie vom Erdboden verschluckt“ (S. 75).

Aber die Zeiten des Patriarchats sind eben glücklicherweise auch vorbei. Kurz:

„Andere erfolgsversprechende Nachfolgemodelle zum klassischen Vater-Mutter-Kind-Familienmodell sind, sieht man von so halsbrecherischen Konstruktionen wie dem schwulen deutschen Ehepaar mit schwarzem Adoptivkind ab, bisher nicht bekannt“ (S. 85).

Ich denke, das spricht für sich.

Was also Not tut ist die Fortentwicklung des alten Modells, nur bitte ohne das Patriarchat. Radisch wünscht sich gleichberechtigte Partner mit ähnlichem Bildungsstand. Gleich alt sollten sie bitte auch sein. Dieses neue Partnerschaftsmodell „setzt auf einen hohen emotionalen, erotischen und moralischen Reifegrad der Beteiligten, ein hohes Maß an geistiger und körperlicher Beweglichkeit und Fitness“ (S. 71f.). Ab ins Fitnesstudio und her mit Dr. Kawashimas Gehirn-Jogging!

Warum gibt es diese Beziehungen denn nicht? An dieser Stelle setzt Radisch zu einer „Kritik des Glücks“ an und ruft einen „Ethos der Liebe“ auf. Es geht um PartnerInnenwahl und PartnerInnenwechsel. Letzteren betreiben angeblich vor allem Männer gerne. Sie bervorzugen Partnerinnen, die in der sozialen Hierarchie auf einer unteren Stufe sehen und die ihnen den Rücken freihalten. Ab und zu tauschen sie ihre Gattin durch jüngere Freundinnen aus. Diese Aussicht ist für gut ausgebildete, erfolgreiche Frauen nicht gerade ein Anreiz, es überhaupt mit Ehe und Familie zu versuchen:

„Was wird, müssen sie sich realistischerweise fragen, wenn er, kaum hat die Tochter ihren ersten Freund, kaum hat der Sohn den ersten Hockey-Pokal, mit irgendeiner spindeldürren Anwältin in den nächstbesten Swimmingpool steigt?“ (S. 58).

Dieses Zitat verdeutlicht nicht nur, dass Radischs Text keineswegs frei von Geschlechtsstereotypen ist, sondern ist auch als Anspielung auf Rudolf Scharping zu verstehen, der einst mit Gräfin Pilati von Thassul zu Daxberg beim Baden fotografiert wurde. Es gibt laut Radisch heute keine Vorbilder mehr für gelungene Beziehungen. Es gibt nur Joschka und Gerd und die Zeiten von Helmut und Loki Schmidt, die gerade ihre eiserne Hochzeit feierten, sind endgültig vorbei. Nunja, mir fallen da noch Thurston Moore und Kim Gordon ein, aber die kennt Radisch vermutlich nicht.

Sie bemerkt jedoch richtig, dass es in Bezug auf Elternschaft auch heute noch einen strukturellen Unterschied gibt, den Frauen bei ihrer Familienplanung im Hinterkopf behalten müssen: Männer können sich nach einer Trennung meist per Dauerauftrag um die Kinder kümmern. Mütter haben die Kinder am Arsch am Rockzipfel.

Was bleibt also der Oberstaatsanwältin, der Intendantin, der Chefärztin? Ein neues Schreckensszenario tut sich auf, und da dürfen selbstverständlich die fremdländisch besetzten Nebenrollen nicht fehlen: „Die Zukunft liegt vielleicht bei den polnischen Fliesenlegern, den russischen Installateuren oder irgendwo im Asiatischen“ (S.68), beispielsweise für die fünfundfünfzigjährige Karrierefrau, die möglicherweise neben Roadster, Hund und Eigentumswohnung auch noch „einen blonden zweiunddreißigährigen weißrussischen Bademeister mit befristeter Aufenthaltsgenehmigung und kleiner Schallplattensammlung“ heiratet (S. 70).

Diese Konstellation entspricht selbstredend nicht Radischs Partnerschaftsideal. Klar ist aber auch: Ohne Typen geht es nicht. Denn ohne einen Mann an ihrer Seite sind auch erfolgreiche, aktive Frauen mit großen KollegInnen- und Freundeskreis zur Einsamkeit verdammt und haben „qualitativ […] niemanden, der sie liebt“ (S. 69).

Zeit. Keine Zeit

Kinder sind etwas Wunderbares, doch sie kommen für lange Zeit nicht vor in den Lebenswelten derer, über die Radisch schreibt. Mitglieder der intellektuellen Mittelschicht erscheinen in ihrer Erzählung als eine ganze Generation, die erstmals die Möglichkeit hatte, jahrelang mit dem Studium der Philosophie und Literatur zu verbringen, von Kindern dank der Pille befreit, und finanziert durch die Eltern oder den Staat. Fasst vergisst man bei der Lektüre der „Schule der Frauen“, dass auch im prosperierenden Wirtschaftswunderdeutschland die Mehrheit nicht so leben konnte. Für Radisch lebten „wir“ so, und sie ruft erneut das Bild der Anderen auf, wenn sie beschreibt, wo Familie und Kinder-Haben in ihrer Studienzeit sichtbar war:

„Wirklich viele Kinder gab es nur auf der anderen Straßenseite, in dem heruntergekommenen Neubau, aus dem bis kurz vor Mitternacht das Geschrei und die türkische Musik aus dem offenen Fenstern drangen. Kinder kamen bei uns einfach nicht vor. Schon wieder war es da, da große, hermetische Alle-lebten-so. […] Was haben wir eigentlich gemacht, während die Türken sich auf der anderen Seite der Straße mit ihren Kindern beschäftigt haben?“ (S. 39)

Sie hat Hegel und Proust gelesen.

Die Sache mit der Zeit wird zum Problem, wenn Kinder da sind. Radisch ist davon überzeugt, dass die Vollzeit-Betreuung durch ein Elternteil in den meisten Fällen nicht notwendig ist und hat grundsätzlich nichts gegen institutionelle Kinderbetreuung einzuwenden. Sie vergleicht an dieser Stelle ihren mit dem Alltag ihrer Mutter und stellt fest, dass die Hausfrau früherer Jahrzehnte gar nicht so viel mehr Zeit bewusst mit der Erziehung der Kinder verbracht hat, sondern, dass die Hausarbeit aufgrund des technischen Fortschrittes heute einfacher und schneller gemacht ist und zudem weniger penibel vollzogen wird. Es ist eine Frage der Prioritäten, ob Geschirrhandtücher gebügelt im Schrank liegen müssen oder nicht. Verglichen mit der Arbeit einer Hausfrau in den 1950er Jahren erinnere das Leben der zeitgenössischen Familienmanagerinnen zwischen Fitness-Studio und Shopping mitunter an Kaffeehausexistenzen (S. 108).

Andererseits ist die Organisation der Kinderbetreuung für Vollzeitbeschäftigte, deren Berufe oft auch keine „9to5“-Arbeitzeiten ermöglichen, nicht nur kompliziert und kostspielig. Radisch findet es zudem schade, wenn das Familienleben in einem Zeitfenster von ein bis zwei Stunden am Abend stattfindet, nachdem die Eltern zurück von der Arbeit sind und bevor die Kinder in die Heia müssen. Sie bedauert, dass die gemeinsame Zeit so immer eine Ausnahmesituation bleibt, die mit besonderen Aktivitäten gefüllt wird, und dass kein gemeinsam erlebter Alltag mehr stattfindet, der für Erziehung, Erwachsenwerden und Identitätsbildung wichtiger ist als Besuche im Zoo oder Spaßbad am Wochenende. Radisch macht ihren LeserInnen bewusst, dass es für dieses Dilemma keine einfachen Lösungen gibt. Die Rede von der gemeinsam verbrachten „Qualitätszeit“ entlarvt sie als hohles Werbesprachenwort: „Die lange Normalzeit gehört dem Unternehmen“ (S. 178).

In diesem Sinne bezieht sich ihr überzeugenstes Argument auf das Verhältnis von Lohnarbeit und den anderen Teilen des Lebens. Neben kostenloser Kinderbetreuung und subventioniertem Wohnraum für Familien fordert Radisch einen anderen Umgang mit Zeit: Familien müssen sich Zeit erkämpfen und ihre eigene Logik auch gegen wirtschaftliche Interessen behaupten. Das könnte z.B. bedeuten, dass beide Elternteile für eine gewisse Zeit 2/3-Stellen mit vollem Lohn bekommen. Konsequenterweise heißt das aber auch, dass auch Männer es als ihre Aufgabe ansehen müssen, Beruf und Familie zu vereinbaren.

Ob sie das letztlich davon abhalten wird, sich irgendwann eine jüngere Freundin anzulachen, weiß ich nicht. Wie gesagt: die Fragen, die Radisch aufwirft, lassen glücklicherweise keine einfachen Antworten zu. Mir bleibt aber festzustellen, dass die letzten Jahrzehnte kritischer Auseinandersetzungen über Positionierungen und Privilegien an Radisch vorbeigegangen zu sein scheinen. Aus Radischs Kritik des Glücks folgt eine Ethik der Verantwortung. Ihrem Text mangelt es aber an Verantwortung der eigenen Position und eigenen Privilegien gegenüber. Das ist nichts Ungewöhnliches, sollte aber Anlass geben, sich mit antirassistischen, weiß-seins-kritischen und queer-feministischen Perspektiven in die zur Zeit mit soviel Verve geführte Familien-Diskussion einzumischen.

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