Sex And The City – Der zweite Film

„Feminist response to the first Sex and the City film ranged from escapist pleasure to guilty enjoyment to searing hatred“, schreibt Tammy Oler anlässlich der Ankündigung eines Sequels zum Sex And The City Film im Bitch Magazine Blog. Ich mochte die Serie und hab vor ein paar Monaten auch den Film gesehen. Der war übelst kitschig und klebrig, passte aber zu diesem Abend.

Die Erzählungen in SATC brechen zwar nie aus ihrem hegemonialen Rahmen aus und viele Themen kommen schlicht nicht vor, aber nach wie vor finde ich es spannend, wie weibliche Identitäten in Serien wie SATC oder auch Desperate Housewives verhandelt werden. Identitätskonstruktionen entstehen eben auch bei hegemonialen Positionen nicht konflikt- und widerspruchsfrei, und was die Zuschauer_innen damit anfangen, ist ohnehin eine andere Frage.

Es gibt viel zu kritisieren. Um nur eine Sache zu nennen: Mir ist der von Miriam auf Feministing angesprochene Punkt ebenfalls sauer aufgestoßen, dass die einzigen People of Color im Film die Assistentin von Carrie und die Adoptivtochter von Charlotte sind. Token galore! Extrem gut fand ich aber – und das ist meine Hoffnung für den nächsten Film, – dass Samantha am Ende des Films ihren 50. Geburtstag feierte. Vielleicht gelingt ja, das Thema Alter einigermaßen OK zu behandeln. Die SATC-Frauen sind nicht mehr in ihren Dreißigern, und aus diesem Grund hoffe ich, dass es noch viele Fortsetzungen des Films geben wird. Vielleicht zeihen die Vier dann ganz am Ende, wenn Mr. Big und die andern Kerle schon tot sind, zusammen nach Florida. Golden Girl-Style.