Zwei feministische Werkstätten und eine Veranstaltung zum Grundeinkommen

Nach der Sommerpause nimmt die Feministische Werkstatt in Hamburg wieder ihre zwei-monatliche Routine auf. Für Oktober und Dezember sind Veranstaltungen zu Arbeit/Arbeitszeitverkürzung und zum Aufbrechen heteronormativer Familienbilder geplant. Zwei sehr spannende Themen, und der Film „natürlich: kai„, der im Dezember gezeigt wird, ist wirklich toll! Im Oktober wird es außerdem eine weitere Veranstaltung zum bedingungslosen Grundeinkommen geben. Zeit, Ort und Details nach dem Klick!

6. Feministische Werkstatt: Arbeiten ohne Ende – oder: wie kann Arbeitszeitverkürzung wieder Thema werden?!

Do, 23. Oktober 2008, 19 – 21 Uhr

In vielen Bereichen nehmen seit einigen Jahren Druck und Umfang der Erwerbsarbeit enorm zu. Überstunden und Stress sind die Folgen. Trotz hoher Erwerbslosenzahlen, stressbedingter Krankheiten und Wünschen nach mehr Zeit jenseits der Erwerbsarbeit taucht aber die Forderung nach Arbeitszeitverkürzung paradoxerweise in öffentlichen Debatten nicht auf.
Wir wollen mit Margareta Steinrücke von der Arbeitnehmerkammer Bremen und der Initiative pro malade Bremen („Dem Krankenstand zu seiner alten statistischen Größe verhelfen“) diskutieren, welche Perspektiven es jenseits eines „Arbeitens ohne Ende“ geben kann und was dabei Forderungen und Aktionen aus feministischer Sicht sein können.

7. Feministische Werkstatt: „natürlich: Kai“ – zum Aufbrechen
heteronormativer Familienbilder

Do, 11. Dezember 2008, 19 – 21 Uhr

Das Feministische Institut zeigt den in Hamburg und Bremen gedrehten queer-feministischen Film „natürlich: Kai“ und diskutiert politische Strategien zum Aufbrechen heteronormativer Familienbilder mit den Produzent_innen dieses Films.
Das Modell des männlichen Familienernährers und seiner Hausfrau verliert derzeit an Bedeutung. Jede und jeder wird heute aufgefordert für den eigenen Lebensunterhalt aufzukommen. Damit gewinnen vielfältige Familienmodelle wie Alleinerziehende, Homo-Lebensgemeinschaften, Regenbogenfamilien an Akzeptanz. Wir sehen eine schwangere Verteidigungsministerin in Spanien und einen us-amerikanischen Mann, der eine Tochter zur Welt bringt. Eine Chance für das Infragestellen herkömmlicher Familien- und Geschlechterbilder?

Wo? Kölibri, Hein-Köllisch-Platz, St.Pauli
Alle Infos auch unter:
http://www.feministisches-institut.de/aktuelles.html

Grundeinkommen, bedingungslos:
Wie viel Emanzipation trauen wir uns?

Dienstag, 21. Oktober, 20 Uhr

Die Chefin der katholischen Arbeitnehmer_innenorganisation trifft auf die Professorin und Mitbegründerin des Feministischen Instituts Hamburg. Die Ausgangspunkte von Birgit Zenker und Gabriele Winker sind unterschiedlich, dennoch setzen sich beide Frauen für ein bedingungsloses Grundeinkommen ein. Kündigt sich hier ein parteiübergreifendes Bündnis für eine neue Emanzipationsbewegung an? Im Gespräch mit dem Netzwerker Sven Prien-Ribcke geht es um gute Gründe für ein Grundeinkommen, aber auch um die Frage, ob es die Emanzipation (v)erträgt, wenn jemand zu Hause bleibt. Die Zinnschmelze und das Hamburger Netzwerk Grundeinkommen laden herzlich zur Diskussion ein.

Veranstalter: Zinnschmelze & Hamburger Netzwerk Grundeinkommen
Ort: Zinnschmelze, Maurienstr. 19, 22305 Hamburg
http://grundeinkommen-hamburg.de/