Ada Lovelace Day: Wenn das mal so einfach wäre

Über The Electronic Monk bin ich auf den Ada Lovelace Day aufmerksam geworden. Ich finde sehr sympathisch, dass sich Martin über Sexismus Gedanken macht. Bei Bits und so hat er auch von der Aktion erzählt. Ich war gespannt auf seinen Beitrag zum #ALD09. Doch schreibt er leider nur, dass er viele Ideen hatte, sich jedoch dafür entschieden hat, über niemanden im Speziellen zu schreiben. Er finde es „creepy“, eine Person herauszupicken, weil sie eine Frau ist, und schließt mit den Worten:

In the end it comes down to a simple point I want to make: If you found something that you like, that you are passionate about, that is “you” – cling to it with all your strength and heart and against all conventions and disapproval. It will make you happy.

Aber ist das nicht gerade der Punkt? Wenn Frauen bzw. Mädchen mangels Rollenvorbilder und Anregungen durch Lehrer_innen oder andere Personen in ihrem Umfeld gar nicht auf die Idee kommen, dass die Beschäftigung mit Informatik und Technologie ihre persönliche Leidenschaft und Stärke sein könnte, wie sollen sie dann dabei bleiben, auch gegen alle Widerstände?

Ein Gedanke zu „Ada Lovelace Day: Wenn das mal so einfach wäre“

  1. Jupp – voll Deiner Meinung. Das „you“ funktioniert ja leider immer noch sehr gut männlich konnotiert im Informatikbereich. Und so lange finde ich es richtig, Frauen durch Nennung sichtbar zu machen.
    Wobei die strukturelle Komponente nicht fehlen darf, also einfaches „Frauen-Aufzählen“ gilt auch nicht. Ohne auf die Gründe zu kucken bliebe es dann ja bei so einem entkräftigendem „nun sind da ja ein paar Frauen, dann ist ja alles gut“.
    Na – viel Spaß auf der re:publica. Das passt ja auch zum Thema.

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