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Author: Kathrin
Rena Tangens beim FSKolleg
Heute Abend also kein Tatort, sondern Rena Tangens zu Datenschutz im Golden Pudel Salon, präsentiert vom FSK Kolleg. Leider habe ich mir nicht den geänderten Titel ihres Vortrages notiert, in dem neben vielen Einblicken in die Problematik Überwachung und Datensammlung vor allem um diskursive Strategien zur Verschärfung von Überwachung ging. Rena Tangens, die u.a. mit dem FoeBuD die Deutschen Big Brother Awards verleiht, zeigte hauptsächlich am Beispiel der Begründung von Kameraüberwachung im öffentlichen Raum, aber auch der Gesundheitskarte oder des Toll Collect LKW-Maut Systems, wie einzelne Kriminalfälle, Skandale und natürlich Terrorismus dazu genutzt werden, lange gehegte Vorhaben und Begehrlichkeiten zu legitimieren, und wie die meisten Medien dabei mitmachen. Legitimierungsstrategien sind beispielsweise Behauptungen wie
- “Das was kommt ist im vergleich zu Sachen die nicht kommen (der Nacktscanner) harmlos.”
- “Es wird nur ganz selten zum Einsatz kommen.”
- “In einer Diktatur wäre das gefährlich, aber im Rechtsstaat sind wir alle vor Missbrauch geschützt.”
- “In der Praxis wird das längst so gemacht und wir regeln jetzt nur eine rechtliche Grauzone.”
sowie natürlich das Diffamieren von Kritiker_innen als paranoide Bedenkenträger_innen. Das informationelle Selbstbestimmungsrecht wird dadurch immer weiter ausgehöhlt.
Auch in der Diskussion wurden viele spannende Fragen angeschnitten, wie z.B. die nach den Gründen für das Begehren, Überwachung im Namen der Sicherheit weiter auszuweiten und weniger Demokratie zu wagen. Nach einem, meiner Meinung nach etwas zu ausführlichen Exkurs zu Wolfgang Schäubles Psyche nannte Rena Tangens privatwirtschaftliches Profitinteresse und die Profilierungsmöglichkeiten für Politiker_innen als wichtige Motive hinter dieser Entwicklung. Auf die Frage danach, ob sich das Konzept von Privatheit zurzeit nicht grundsätzlich ändere, habe ich die Antwort von Tangens als ein “Nein, es fehlt nur an Aufklärung” verstanden. Das würde ich bezweifeln. Ein dritter erwähnenswerter Diskussionsbeitrag war der Verweis darauf, dass nicht nur – wie von Rena Tangens angemerkt – die Gefahr der Widerkehr von Diktaturen in Europa Anlass dafür sein sollte, sich kritisch mit der Sammlung von Daten zu beschäftigen, sondern dass die damit verbundene Normalisierung und Disziplinierung für die Aufrechterhaltung von Herrschaft in der heutigen Gesellschaft essenziell ist.
Datensammlungen auch von privatwirtschaftlicher Seite, zum Beispiel durch Rabatt-Karten, führen dazu, dass Wissen über Individuen und Gruppen gesammelt wird, und daraus Schlüsse auf das Verhalten dieser gezogen werden, die widerum die Handlungsfreiheit einschränken. Für alle, die sich dem bei dieser Veranstaltung ausgesprochenen Plädoyer nach Datenaskese anschließen und diese praktisch üben möchten, bietet sich am Dienstag, dem 24. Februar 2009 eine Gelegenheit. Dann sprechen ebenfalls im Golden Pudel Salon Constanze Kurz und Frank Rieger vom CCC über Möglichkeiten zur Identitätsverschleierung.
Datensicherheit im Pudel
Update: Hier gehts zur Nachberichterstattung zur Veranstaltung mit Rena Tangens.
Für diejenigen, die mehr über Datensicherheit, informationelle Selbstbestimmung im digitalen Zeitalter und Identitätsverschleierung erfahren wollen, bieten sich in Hamburg demnächst zwei tolle Gelegenheiten. Rena Tangens, Frank Rieger und Constanze Kurz kommen am kommenden Sonntag und am Dienstag, den 24. Februar in den Golden Pudel Salon. Hier die Ankündigungen zu den beiden Veranstaltungen.
Rena Tangens:
Datensicherheit und informationelle Selbstbestimmung
Sonntag, 15. Februar, 20 Uhr
Golden Pudel Salon, St. Pauli Fischmarkt 27, HamburgWas bleibt vom Menschenrecht auf informationelle Selbstbestimmung, wenn eine Horde von Big Brothers uns auf allen Wegen durch Netz und Nachbarschaft über die Schulter sieht? Während gleichzeitig die Möglichkeiten und Versuche zunehmen, sich diese Daten gewinnbringend anzueignen? Rena Tangens gehört zu den PionierInnen der digitalen Kommunikation. Sie vereint in ihren Projekten Medienarbeit, Kunst und Politik in Theorie und Praxis. 1984 rief sie das Kunstprojekt Art d’Ameublement ins Leben, 1988 gründete sie die Haecksen mit, einen Zusammenschluss weiblicher Mitglieder des Chaos Computer Clubs. Ab 1989 arbeitete sie am Mailboxprogramm ZERBERUS und der BIONIC-MailBox mit. Sie ist Mitbegründerin und Vorsitzende des Bielefelder FoeBuD e. V., Kuratorin der monatlichen Kultur- und Technologie-Veranstaltungsreihe Public Domain und Mitorganisatorin der deutschen BigBrotherAwards, der einmal jährlich an die eifrigsten Datensammler und Überwachungsbefürworter vergeben wird.
Mit Rena Tangens eröffnet das Freie Sender Kolleg seine Vortragsreihe. Das Freie Sender Kolleg ist eine umfangreiche Veranstaltungsreihe mit Seminaren, Vorträgen und Workshops zur Diskussion und Vervielfältigung kritischer Radio- und Medienpraxis, veranstaltet vom FSK.
Do It Yourself: Identitätsverschleierung und Datensicherheit
Eine Veranstaltung mit Constanze Kurz und Frank Rieger
(Chaos Computer Club, CCC)Welche Daten sind auf dem Chip im Reisepass gespeichert und was passiert, wenn der Pass in der Mikrowelle landet? Wie lässt sich die Datenspur im Internet verwischen? Und warum ist es in manchen
Situationen am besten, sein Handy wegzuwerfen?
Das Verschleudern von persönlichen Daten ist mittlerweile so normal, dass man sich nicht einmal mehr fragt, welche Räume man sich nimmt, wenn man die Türen offen lässt. Vom Online-Shopping bis zum Social Web, vom Zeitungsrätsel bis zum Abonnement, von der Gesundheitskarte bis zur Steuernummer – selten fühlt man sich bemüßigt, eingeforderte Daten oder deren Speicherung zu verweigern. Im Zweifel gewinnt der Rabatt gegen den Stress. Über diesen rasanten Verlust des Datensicherheitsbewusstseins freuen sich vor allem Wirtschaft und Regierung.
Am 24. Februar erklären Constanze Kurz und Frank Rieger vom CCC, wie Datensicherheit auch vergnügen bereiten kann. Denn Wissen bedeutet Selbstermächtigung: Wer eine E-Mail verschicken kann, kann sie auch verschlüsseln. Wer im Internet surfen kann, kann die Spuren auch anonymisieren. Wer ein Handy nutzt, sollte wissen, was ein IMSI-Catcher ist und wie die Polizei ihn bei Großdemonstrationen einsetzt.
Die Veranstaltung im Salon mit Elbblick informiert darüber, was mit den Daten passiert, welche Entscheidungen man treffen und wie man einfache Maßnahmen gegen die technische Überwachung ergreifen kann.Datum: Dienstag, 24. Februar 2009, 20:00 Uhr
Ort: Golden Pudel Salon, Am St. Pauli Fischmarkt 27, 20359 Hamburg, 1. OG
Eintritt: 3,– EuroVeranstaltet vom re[h]tro-frauentag bei FSK und dem Republikanischen Anwältinnen und Anwälteverein [RAV]
Links vom 27. Januar bis 13. Februar 2009
Die gesammelten Links der letzten zwei Wochen nach dem Klick!
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Achtlinge
Die Kalifornierin Nadya Suleman hat mit Hilfe künstlicher Befruchtung Achtlinge zur Welt gebracht. Sechs Kinder hatte sie schon. Die jetzt 14-fache Mutter ist unverheiratet, ohne Job und befindet sich im Privatkonkurs. Ihre Mutter gibt zu Protokoll: “The truth is, Nadya’s not capable of raising 14 children.”
Die Sensationsgeburt hatte in den USA zunächst Begeisterung ausgelöst. Als jedoch bekannt wurde, dass die allein stehende Mutter bereits sechs kleine Kinder hatte, schlug der Jubel in Empörung um. (dieStandard)
In geregelten Verhältnissen, also mit Ehemann und ausreichender finanzieller Ausstattung, wäre die Geburt der Achtlinge als wunderbare Erfolgsgeschichte der modernen Medizin gefeiert worden. In Nadya Sulemans Fall ist die Empörung groß und die Medien stürzen sich auf die Geschichte. Frau Suleman, die übrigens Angelina Jolie nicht unähnlich sieht, wird als eine von Kindern besessene und verantwortungslose Person dargestellt, und ihren Ärzten wird vorgeworfen, die Behandlung durchgezogen zu haben.
Das Selbstbestimmungsrecht der Frau über ihren eigenen Körper ist ein zentraler feministischer Wert. Dieses Recht wird immer wieder im Namen von Moral, Nation, “Rasse” oder Gesellschaft eingeschränkt. Abtreibungsverbote, Zwangssterilisierungen und der Ausschluss von nicht-heterosexuell lebenden oder alleinstehender Frauen von Reproduktionstechnolgien sind die Folge. In den USA wird diskutiert, ob Apotheker das Recht haben, aus Glaubensgründen keine Verhütungsmittel und die Pille danach verkaufen zu müssen. In kleineren Gemeinden könnte das zur Folge haben, dass diese Produkte vor Ort nicht mehr zugänglich sind. Vor diesem Hintergrund wundert es mich zunächst nicht, dass Feministinnen sich auf die Seite Nadya Sulemans schlagen:
I’ve been on the side of Nadya Suleman ever since the story broke that the octoplet-baring woman was single, jobless, and already had 6 kids to take care of. Yes, it is irresponsible for her to have so many children that she can’t provide for. Yes, it may have been irresponsible of the Fertility Doc to implant 6 embryos. But I don’t like the idea of a fertility doctor making decisions about how many babies a woman should have — no matter what her circumstances. (Bust Blog)
Ich finde diese Position zwar nachvollziehbar, aber gleichzeitig stört mich der Hyper-Individualismus. Während die Entscheidung über den eigenen Körper letztlich Sache des Individuums ist, stelle ich es mir merkwürdig vor, wenn Ärzte und Ärztinnen vor einem individuellen Recht auf Privatheit und eigene Entscheidungen nichts mehr sagen können, was über die medizinischen Aspekte hinausgehen könnte. Das dazugehörige Konzept von Gesellschaft als Ansammlung autonomer Subjekte, deren Verbindungen vor allem aus ökonomischen Tauschbeziehungen bestehen, behagt mir nicht.
Update: Auf dem Bitch Magazine Blog wurde ein Artikel gepostet, der einige wichtige Fragen nach dem Zusammenhang von Klasse und Kinderkriegen aufwirft.
Sex And The City – Der zweite Film
“Feminist response to the first Sex and the City film ranged from escapist pleasure to guilty enjoyment to searing hatred”, schreibt Tammy Oler anlässlich der Ankündigung eines Sequels zum Sex And The City Film im Bitch Magazine Blog. Ich mochte die Serie und hab vor ein paar Monaten auch den Film gesehen. Der war übelst kitschig und klebrig, passte aber zu diesem Abend.
Die Erzählungen in SATC brechen zwar nie aus ihrem hegemonialen Rahmen aus und viele Themen kommen schlicht nicht vor, aber nach wie vor finde ich es spannend, wie weibliche Identitäten in Serien wie SATC oder auch Desperate Housewives verhandelt werden. Identitätskonstruktionen entstehen eben auch bei hegemonialen Positionen nicht konflikt- und widerspruchsfrei, und was die Zuschauer_innen damit anfangen, ist ohnehin eine andere Frage.
Es gibt viel zu kritisieren. Um nur eine Sache zu nennen: Mir ist der von Miriam auf Feministing angesprochene Punkt ebenfalls sauer aufgestoßen, dass die einzigen People of Color im Film die Assistentin von Carrie und die Adoptivtochter von Charlotte sind. Token galore! Extrem gut fand ich aber – und das ist meine Hoffnung für den nächsten Film, – dass Samantha am Ende des Films ihren 50. Geburtstag feierte. Vielleicht gelingt ja, das Thema Alter einigermaßen OK zu behandeln. Die SATC-Frauen sind nicht mehr in ihren Dreißigern, und aus diesem Grund hoffe ich, dass es noch viele Fortsetzungen des Films geben wird. Vielleicht zeihen die Vier dann ganz am Ende, wenn Mr. Big und die andern Kerle schon tot sind, zusammen nach Florida. Golden Girl-Style.
Zwei Filme in Berlin: Fine Dead Girls & Female Misbehavior
Ich habe einen Terminhinweis für Berlin bekommen. In der KuBiZ Filmreihe “beyond the borders” sind diesen und nächsten Donnerstag zwei Filme zu sehen, die aus queer-feministischer Perspektive nicht uninteressant sind.
am 19. Februar um 19.00 Uhr mit:
“Fine dead girls – schöne tote Mädchen”
(Kroatien 2002, 90 min, R: Dalibor Matanic)Die lesbischen Frauen Mare und Iva ziehen in eine neue Wohnung. In dem Haus wohnen etliche bizzare Gestalten: Ein Mann, der seine tote Frau mumifiziert im Lehnstuhl aufbewahrt, ein Gynäkologe, der von illegalen Abtreibungen lebt, Soldaten, Skineheads, Muttersöhnchen. Das Szenario wird zunehmend gewalttätiger und bedrohlicher. Schließlich eskaliert die Situation der HausbewohnerInnen.
und am 26. Februar um 19.00 Uhr mit:
“female misbehavior”
(BRD/USA 1992, 80 min, R: Monika Treut)Vier außergwöhnliche Frauen und ihr Geschichten in der S/M Szene, der Pornoindustrie, vom Wechsel der Geschlechter und einem besonderen Feminismus.
Im Anschluss: Queer-Café (Frauenlesbentransgender). Immer im Anschluss an den Film, für alle die noch Lust haben über den Film zu reden, das Wetter, die Liebe, das politische Tagesgeschehen oder eben über was ganz anderes. Alle nicht Filmschauerinnen sind ebenfalls willkommen.
KuBiZ, Bernkasteler Straße 78, Berlin-Weissensee (Tram 4, 12, 13, 27)
Veranstaltung zu Feminismen mit Melanie Groß
Ich verspreche, bald mal wieder mehr als nur Veranstaltungshinweise zu posten, aber zunächst noch diesen hier für kommenden Donnerstag:
“Ich sehe was, was Du nicht siehst”
– post..| queer..| linksradikal-feministische Gruppen und ihre KonflikteVortrag und Diskussion am Do., 5.2. 16h
mit Melanie Groß
Wie ist politische Handlungsfähigkeit möglich ohne Rückgriff auf ein fragwürdiges „Wir Frauen“? Politische Gruppen finden durch ihre Orientierung am konkreten Handeln punktuelle Lösungen für dieses
theoretische Dilemma. Die zwischen ihnen entstehenden Konflikte lassen sich als eine besondere Stärke politischer Bewegungen verstehen, durch die es möglich wird, unterschiedliche Ebenen gleichzeitig existierender Machtformen anzugreifen.Melanie Groß: Autorin des Buches “Geschlecht und Widerstand”. Mitbegründerin des Feministischen Instituts Hamburg. Professur für Jugendarbeit an der FH Kiel.
Veranstaltung am 5.2. um 16h im Café Knallhart (Erdgeschoss Von-Melle-Park 9/Campus), ab 18h Soli-Kneipe.
Im Sommersemester 08 schaffte der AStA den ehemals teilautonomen FrauenLesbenTransRat ab und stellte Strafanzeigen gegen Aktivist_innen, die sich für den Erhalt teilautonomer Referate einsetzten.Deshalb: Soli-Kneipe im Anschluss an die Veranstaltung
Mehr Infos auf: frauenlesbentransrat.blogsport.de
f.a.q. feministisch autonom queere Rät_in im Exil
Strickende Girlmonster oder Homo Oeconomicus
Da fasst frau einen Termin seit über einem Monat fest in ihr Auge, und drei Tage vorher drängelt sich noch eine weitere tolle Veranstaltung genau auf diesen Abend. Schwierige Entscheidung Die Buchvorstellung von Friederike Habermanns “Der homo oeconomicus und das Andere” ins Kölibri oder Girlmonsters 3: Viva La Craft auf Kampnagel?
Vortrag von Gabriele Dietze: Obama vs. Clinton

Twitter im Augenblick der Amtseinführung
Als die AG Queer Studies das Vortragsprogramm für Jenseits der Geschlechtergrenzen in diesem Wintersemester geplant hat, war das Rennen zwischen Obama und Clinton um die Präsidentschaftskandidatur noch nicht entscheiden. Um so mehr freuen wir uns, eine Woche nach der Inauguration von Barack Obama noch einen passenden Vortrag in unserem Programm zu haben. Dr. Gabriele Dietze von der HU Berlin, deren Habilitation zur Konkurrenz von amerikanischen Race- und Gender-Emanzipationsdiskursen in diesem Jahr bei transcript erscheint, beschäftigt sich mit dem Diskurs über die Konkurrenz zwischen einem Schwarzem Mann und einer weißen Frau um das höchste Amt der USA.
Obama vs Clinton – (Ver)quere Intersektionen von Rassismus und Sexismus
Barak Obama ist der erste amerikanische Präsident of color. Im Vortrag soll diskutiert werden, ob diese ‚unwahrscheinliche‘ Konstellation damit zu tun hat, dass er eine weiss/weibliche Konkurrentin im Nominierungswahlkampf hatte und ob diese ohne einen schwarz/männlichen Gegenkandidaten mehr Chancen gehabt hätte. Es wird davon ausgegangen, das das Duell von Hillary Clinton und Barack Obama um die demokratische Kandidatur eine historisch gewachsene Konkurrenz aufgerufen hat, die seit dem Kampf um die Abschaffung der Sklaverei Frauen- und ‚Race‘-Emanzipationsbewegung eng miteinander verknüpft hat: Eine gemeinsame Front für die Abschaffung der Sklaverei und das allgemeine Wahlrecht zerbröckelte, als nur der schwarze Mann das Wahlrecht erhielt. Lynching wurde häufig damit begründet, ein schwarzer Mann habe sich einer weißen Frau genähert, und in den Emanzipationsbewegungen der Sixties wurde der Begriff ‚Sexismus’ aus dem Begriff ‚Rassismus’ entwickelt.Der Vortrag soll mit den Instrumenten diskursanalytisch inspirierter Gender Studies – insbesondere mit einer Analyse der Intersektionalitäten von Race, Class, Gender und Sexualität – eine Genealogie eines ‚schwierigen Verhältnisses’ entwerfen. Dabei sollen historisch spezifische Wissensformationen kartiert werden und Möglichkeiten ihrer Variation und Überarbeitung erkundet werden.
Der Vortrag findet am 28. Januar 2009 um 19 Uhr im Raum 0079 des WiWi-Bunkers, Von-Melle-Park 5 auf dem Campus der Uni Hamburg statt. Der Eintritt ist frei.