Mercedes Bunz hat anlässlich ihres Vortrags (Video) im Salon Global im Hebbel Theater einen lesenwerten Text zu G8: Macht im postbürgerlichen Kapitalismus geschrieben. Sie arbeitet mit Foucault heraus, dass die Macht sich heutzutage verstecke und es deswegen die Aufgabe von Widerstand sei, die Macht sichtbar zu machen. “Es scheint mitunter, als hätte man auf der anderen Seite Foucaults These von Macht und der Vielheit des Widerstandes genauestens studiert.” Das hilft mir zumindest dabei, über die Ereignisse der letzten (und wahrscheinlich auch dieser) Woche nachzudenken. Die Kommentare zu Bunz’ Text gibts übrigens nicht direkt darunter, sondern hier.?
Author: Kathrin
hallo schnuppi
Heute Radioballet in Hamburgs Innenstadt
Das Freie Sender Kombinat meldet:
LIGNA: Transient Radio Laboratory
Mittwoch, 30. Mai 2007, ca. 16.15-17 Uhr auf FSK 93,0 MHz in der
Hamburger Innenstadt. Das Programm ist auf englisch.Angesichts der Polizeipräsenz auf Hamburgs Straßen in den letzten
Tagen und der faktischen Unmöglichkeit in der Innenstadt zu
demonstrieren, lädt FSK 93,0 MHz zu einem Radioballett in der
Hamburger Innenstadt ein. Im Rahmen des Wanderumzugs Beat Capitalism!
strahlt FSK LIGNA’s Transient Radio Laboratory aus. Jede und jeder
RadiohörerIn kann zur/m ForscherIn werden und die Wirkungen
zerstreuter, abweichender Gesten in der homogenisierten Konsumzone
der Hamburger Innenstadt testen. Dieses Forschungsprogramm
protestiert nicht nur gegen die Entpolitisierung und Kontrollierung
des öffentlichen Raums, sondern öffnet in diesem eine neue
unkontrollierbare Situation. Das Labor parodiert die Paranoia des
Sicherheitsdiskurses, der die öffentlichen Räume beherrscht. Das
Recht auf Zerstreuungsfreiheit kann uns nicht genommen werden! Der
Warenförmigkeit öffentlicher Räume das Geschenk unkontrollierbarer
Situationen entgegensetzen.
neue domain!
dieser blog ist jetzt deutsch. war billiger als ne organisation zu werden.
also ändert bitte eure bookmarks auf www.iheartdigitallife.de
(als ob mich ernsthaft jemand bookmarkt. größenwahnsinn ich hör dir trapsen.)
Žižek in Hamburg
Nach Judith Butler kommt nun auch Slavoj Žižek mit einer steilen These in die Stadt.
Slavoj Žižek, slowenischer Philosoph, Psychoanalytiker und Kulturkritiker, behauptet, man könne die konservative, schlüssige These aufstellen, dass die große stalinistische kulturelle Transformation der frühen und mittleren 1930er Jahre, die vom proletarischen Egalitarismus zur vollständigen Durchsetzung des russischen Erbes führte, keinesfalls die größtmögliche Katastrophe darstellte, die über Russland hätte hereinbrechen können. Ganz im Gegenteil, sie faktisch das gerettet habe, was wir die Menschlichkeit des Menschen nennen können.
Der Vortrag trägt den Titel “How Stalinism saved the humanity of man!” (ich finde das Ausrufezeichen dabei sehr vielversprechend) und findet am Montag, dem 4. Juni, um 20 Uhr auf Kampnagel statt. Der Eintritt kostet 8,- Euro und 6,- Euro ermäßigt und im Anschluss spielt das Roma-Blasorchester “Pitsicato”.
Körper, Papier, Feuer
Foucault und Derrida hatten ja ein paar Jahre lang beef*, weil Derrida nicht gut fand, was Foucault über Descarts geschrieben hat. Foucaults Antwort auf Derridas Kritik an Foucaults Descarts Lektüre in einem Essay namens “My Body, This Paper, This Fire” gibts für euch Theorie-Nerds als kostenlosen e-text. Ich habs noch nicht gelesen und werd’ so schnell auch nicht dazu kommen, fürchte ich.
via continental-philosophy.org
* “a rift between the two men that was never fully mended” (wikipedia)
AS & G8
Gemüse- und Obstkiste

Heute kam die erste Gemüse-Abo-Kiste von der demeter Gärtnerei Sannmann ins Haus. Ab sofort gibts jede Woche frisches, saisonales Biogemüse aus der Region =) Korrekt, oder? Ganz viele Fotos von größeren Abo-Kisten könnt ihr euch im Foodfreak Blog ansehen.
Verboten!

Wer in Hamburg von der U-Meßberg richtung Hafen City in die Speicherstadt läuft, sollte auf Stilettos verzichten.
Straight Sex in Space
Spiegel Online berichtet über ein Papier der Nasa zu Sex in der Schwerelosigkeit ethischen Fragen, die sich in Bezug auf mögliche Langzeitmissionen stellen. Es geht um die maximale Wochenarbeitszeit von Astronaut_innen (vorbildlicherwiese nur 48 Stunden!), Krebsrisiken und so. Um Sex geht es nicht. Dabei weiß die Autorin Laura Woodmansee (“Sex in Space”) zu berichten “Sex in der Schwerelosigkeit ist die ‘Killer-Anwendung’ von Weltraumtourismus.”
So, und wer in folgendem Zitat den Heterosexismus findet, darf ihn behalten:
Kein Wort fällt nach AP-Angaben im Ethik-Leitfaden zum Thema Lust. Bitter nötig wäre ein Verhaltenskodex durchaus. “Es wird eine Entscheidung über gemischtgeschlechtliche Crews geben”, sagte Bioethiker Wolpe. Derzeit ist es üblich, dass an Missionen zur Internationalen Raumstation (ISS) auch weibliche Astro- und Kosmonauten teilnehmen. Schwer vorstellbar, dass Frauen von Flügen zu Mond und Mars ausgeschlossen werden. “Da wird es heftige Debatten geben”, sagte Wolpe. (SpOn)
