Gesammelte Links der zweiten Monatshälfte nach dem Klick!
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Author: Kathrin
Buchpräsentation: In Bed with Kartoffel
am Mittwoch, den 03.12.08 in der
Buchhandlung im Schanzenviertel
Einlass 19:45 Beginn: 20:00 Uhr Eintritt: € 3,-Noah Sow & Kanak Attak
präsentieren:
In Bed with Kartoffel
An diesem Abend präsentiert das antirassistische Netzwerk Kanak Attak mit der Autorin und Aktivistin Noah Sow eine eher ungewöhnliche Buchpräsentation ihres kürzlich erschienen Werks “Deutschland Schwarz Weiss – Der alltägliche Rassismus“.Unterstützt von migrantischen und nicht migrantischen Geschichten von alltäglichem Widerstand gegen Rassismus in der BRD greift Noah Sow auf Momente zwischen Selbsterkenntnis- und Sensibilisierungs-programm zurück und Kanak Attak verlässt sich heute Abend auf popkulturelle Elemente.
Krampf im Fotoautomat
Ich habe heute meinen Personalausweis neu beantragt und war dazu im Bürgeramt Hamburg-Altona. Erfreulicherweise gibt es dort auch einen Fotoautomaten, der biometriekonforme Fotos macht. Brauche ich zwar für den Perso nicht, aber wenn ich schon mal 6 Euro für vier Fotos hinblättere, mache ich das Foto lieber gleich so, dass ich es noch für einen Pass benutzen kann. Also Kopf in die richtigen Position, Haare aus dem Gesicht, nicht lächeln! Sieht scheiße aus, aber krieg ich hin.
Vor mir an der Reihe war aber eine Familie mit einem etwa einjährigen Kind, dass neuerdings einen eigenen Kinderreisepass braucht. Auf dem Foto darf der Kopf nicht zu groß, muss gerade sein, und vor allem: Es darf keine Person im Hintergrund zu sehen sein. Einfach auf den Schoß nehmen ist also nicht drin. Wie soll das gehen? Das Elternteil verkriecht sich auf dem Boden des Automaten und stemmt das Baby hoch, dass dann bitte Haltung einnehmen soll? Geile Idee, liebe Bundesdruckerei, und danke für die informative Mustertafel. Wenigstens dürfen Babys schielen und lächeln.
Ausgeliehene Bücher im Blick behalten
Ich spiele heute mal Bits und so (von denen habe ich auch den Tipp) und beglücke die bibliothekennutzenden Mac User unter euch mit einem Pick: “Keep track of the library books you’ve borrowed and avoid fines.”
Library Books ist eine kleine Software, die dabei hilft, Abgabetermine für ausgeliehene Bücher nicht zu vergessen. Das Programm wird mit den persönlichen Logindaten zum Bibliothekskatalog versorgt, d.h. mit der Ausweisnummer und dem Passwort. Es fragt dann regelmäßig im System nach, was ausgeliehen ist und wann es zurück muss. In der Menüleiste stellt es dann einen kleinen Stern dar, der rechtzeitig vor dem Rückgabetermin die Farbe wechselt. Library Books arbeitet auch mit iCal und Growl zusammen. Mir hat Library Books in den vergangenen zwei Jahren schon jede Menge Nerven und Geld gespart, weil ich rechtzeitig an das Zurückgeben oder Verlängern erinnert wurde, ohne selbstständig nachsehen zu müssen, wann es soweit ist. Library Books funktioniert mit vielen Bibliothekskatalogen. Es lohnt sich sicher auch, Unibibliotheken, die noch nicht auf der Liste sind, mit dem Programm zu testen.
Nachtrag: Chbeer weist bei Twitter auf buecherwecker.de hin, das einen ähnlichen Service bietet, nicht auf Mac OS X beschränkt ist und per Mail an die Abgabe erinnert.
Spass mit Pingbacks

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Liz Lemon zählt 30 Rocks
Wie süß! Die Sesamstraße hat 30 Rock verbraten. Das ist eine meiner derzeitigen Lieblingsserien. Via Jezebel
Bill O’Reilly bei Jon Stewart: Tradition und Anarchie
Trotz offensichtlicher Widersprüche verbinden sich fortschrittsgläubiger Neoliberalismus und bewahrender Konservativismus in den Köpfen Vieler zu einem Konglomerat der Weltanschauung. Ein schillerndes Beispiel dafür ist Bill O’Reilly, amerikanischer Talk-Radio Moderator, Autor und Host von The O’Reilly Faktor auf Fox News. Zurzeit promotet O’Reilly sein neues Buch “A Bold Fresh Piece of Humanity”. Bei den Damen von The View brachte der selbsternannte Culture Warrior seine sexistische Seite zur Geltung, und bei seinem Besuch in der Daily Show mit Jon Stewart kam es wie erwartet zu einem ansehlichen Schlagabtausch zwischen Rechts und Links. Da konnten auch die heiße Schokolade mit Marshmellows und der kleine, weiße Teddy nicht helfen, die Stewart O’Reilly zur Beruhigung seiner Nerven schenkte. O’Reilly hat anlässlich der Wahl Barack Obamas zum 44. Präsidenten der Vereinigten Staaten mal wieder Angst vor der Regierung in Washington. “I don’t trust any of these guys. (…) The whole federal government frightens me. There is not anything about it that i like. I am an anarchist. Power to the people!”
Aber wie kann ein Anarchist ein Konservativer sein? Von Jon Stewart auf seine Aussage angesprochen, Obama müsse anerkennen, dass die USA ein “center-right country” seien und entsprechend regieren, entwickelt sich eine kleine Diskussion über Tradition, in der Jon Stewart die Meinung vertritt, die wichtigste Tradition Amerikas sei die Weiterentwicklung individueller Freiheiten: “You know what the tradition of America would say? Gay marriage is the next step in the progression of individual freedom. Thats the tradition in America. You’re missrepresenting the tradition.” Wäre O’Reilly einfach nur ein extremer Liberaler, gäbe es vielleicht überhaupt keine ethischen Grenzen mehr. Warum nicht Sexualität nur noch über den Markt organisieren? Das funktioniert doch sonst so gut … Um nicht völlig außerhalb von allem zu stehen, was verstehbar ist, braucht ein Anarchist wie O’Reilly eine starke, konservative Komponente. Er muss seine Weltsicht irgendwie rationalisieren, sonst würde er sich selbst nicht mehr ertragen. Freiheit ist zwar ein hohes Gut für Leute vom Schlage O’Reillys, aber keineswegs ein universelles. Menschen, die in das Weltbild dieser Mixtur aus Libertarismus und Konservativismus nicht passen, wie zum Beispiel “the self proclaimed lesbians” mit dem Foto im Schuljahrbuch, haben Pech gehabt, denn O’Reilly gibt so augenzwinkernd wie unverfroren zu: “I just want power to the people I like. See, I’m an anarchist with an agenda.” Freiheit. Was bist du nicht für ein schöner, leerer Signifikant?
Ist die Finanzmarktkrise eine Krise des Kapitalismus? Veranstaltung in Hamburg
Hätte, könnte, würde … ich am Donnerstag, dem 13. November, noch nichts vor, würde ich um 19 Uhr ins Centro Sociale gehen und die Veranstaltung zur aktuellen Krise des Kapitalismus mit Werner Rätz (Interventionistische Linke) und Marco Heinig (Linksjugend.solid & Bildungswerk für Politik und Kultur e.V.) besuchen. Und das nicht nur, weil es anschließend Kneipe mit Cocktails gibt.
Ich krieg’ die Krise! – Die aktuelle Krise des Kapitalismus.
Eine Bestandsaufnahme.Die Finanzkrise ist da, der Neoliberalismus als Freiheitsversprechen diskreditiert, die Industrienationen auf dem Weg in die Rezession. Während in den letzten Wochen mit schier unglaublichen Finanzzahlen rumjongliert wurde, dürfte eines jetzt schon klar sein. Die Zeche zahlt nicht der Staat und schon gar nicht die Konzerne und Banken, sondern die BürgerInnen. Von einer Krise des Finanzmarktes war die Rede, vom Ende des Neoliberalismus und einer neuen Wirtschaftsordnung.
Doch was soll das heißen? Finanzmarktkrise. Steckt der Kapitalismus generell in einer Krise? Wie ist diese Krise entstanden und vor allem, wer zahlt für diese Krise?
Was heißt das für die Linke?
Bietet die Krise des Finanzmarktkapitalismus neue Chancen und Möglichkeiten für die Linke? Welche Politikfelder sind für eine linke Intervention strategisch sinnvoll?
Auf der Veranstaltung geht es zunächst um einen Blick auf die aktuelle Krise des Kapitalismus und ihre Hintergründe, mit einem Ausblick auf die weitere Entwicklung. In der Diskussion wollen wir dann einen Raum schaffen, um über die kurz- und mittelfristigen Aufgaben der Linken zu reden.Mehr Infos:
http://www.avanti-projekt.de
http://www.dazwischengehen.org
Vortrag zu queerer Ökonomiekritik in Hamburg
Es ist mal wieder Zeit für shameless selfpromotion und einen Tipp für Hamburger_innen mit Interesse an Queer Theory und Ökonomie. Am Mittwoch werden Do. Gerbig und ich wie schon in Bremen einen Vortrag mit dem Titel “Queere Ökonomiekritik – alternative Praxen” halten, dieses Mal im Rahmen der Ringvorlesung Jenseits der Geschlechtergrenzen, die von der AG Queer Studies organisiert wird. Wir beschäftigten und in diesem Vortrag mit der Gibson-Grahamschen Dekonstruktion des Kapitalismus, diskutieren Paradoxien des Neoliberalismus und die Rolle von Heteronormativität und Zweigeschlechtlichkeit bei der Arbeit. Vor diesem Hintergrund stellen wir zwei Beispiele aus einer möglichen antikapitalistischen, queer-feministischen Praxis vor und möchten diese zur Diskussion stellen. Der Vortrag findet am 12. November um 19 Uhr im Raum 0079 im “WiWi-Bunker”, Von-Melle-Park 5 auf dem Campus der Uni Hamburg statt, ist öffentlich und kostet keinen Eintritt.
Links vom 2. bis 10. November 2008
Nach dem Klick!
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