Author: Kathrin

Annalyse und Überwachung

Wie es sich als direktes Ziel von von Überwachung so lebt, wenn man darüber auch noch Bescheid weiß, schreibt annlist zur Zeit in ihrem Blog auf. Dort bin ich auch über das Uberwach-Script gestoßen. I heart digital life is watching you!

Nachtrag: Polylux hat einen Beitrag über die Überwachung der Familie von annalist und Andrej Holm gemacht.

Spring forward and fall back

via

Und noch ein Fundstück. Oder darf es etwas Edeleres sein?

Dummheit in der Musik

Die “ästhetisch-politische Kategorie” der DiM wurde von HANS EISLER (1898-1962) geprägt, dem überragenden Komponisten der kommunistischen Arbeiterbewegung, der marxistische Theorie mit dem Komponieren zusammengebracht hat und dessen Schriften und Gespräche ihn als originellen und bedeutenden marxistischen Denker ausweisen. […] So ist das falsche Kollektiv zuletzt der zentrale Gehalt der DiM, und das Ringen um neue Formen von Solidarität ist der Sinn ihrer Kritik: die kollektive Formung politischer und musikalischer Intelligenz, die den Individuen geschichtlich neue Freiräume öffnet

Wolfgang Fritz Haug: Dummheit in der Musik, in: Historisch-Kritisches Wörterbuch des Marxismus. Band 2: Bank – Dummheit in der Musik, 874-882.

Homophob? Nee, Heterosexist.

Im Bestatterblog gibt es eine Diskussion über Sinn und Unsinn der (Homo- und Hetero-) Ehe und da schreibt doch tatsächlich einer in den Kommentaren anlässlich seiner Ansicht, dass zwei Männer sich nicht fortpflanzen könnten und Heterosexualität somit höherwertiger sei:

Könnt mich ruhig als homophob bezeichnen, ich seh das aber als Heterosexismus.

Ist ja interessant.

Heute in der Bibliothek entdeckt

Historisch-Kritisches Wörterbuch des Marxismus. Band 2: Bank – Dummheit in der Musik.

Jenseits der Geschlechtergrenzen geht wieder los

Nächste Woche beginnt das Wintersemester, und wie an dieser Stelle schon angekündigt, fängt dann auch wieder die Ringvorlesung “Jenseits der Geschlechtergrenzen” an. Das Programmheft (PDF) ist jetzt fertig. Außerdem gibt es eine aktualisierte Übersicht der Vorträge.

Sonja Eismann – Hot Topic. Popfeminismus heute

Just zur Buchmesse ist die Antologie “Hot Topic. Popfeminismus heute” erschienen, die Beiträge “über Frauen zwischen Feminismus und Pop, Prekariat und Boheme” versammelt. Den Band herausgegeben hat Plastikmädchen und Intro-Redakteurin Sonja Eismann.

Seit der konservative Backlash offen in Form von neuem Gebärzwang und alten Hausmütterchen-Doktrinen zutage tritt, besinnt sich sogar der Mainstream wieder auf die Notwendigkeit des Feminismus. Dabei wird gerne übersehen, dass es abseits des gemäßigten Feuilleton-Bekenntnisses zur Geschlechtergleichheit eine Menge junger Frauen gibt, die sich den radikalen “Luxus” eines feministischen Bewusstseins leisten und dies in verschiedensten Formen leben.

In der “Hot Topic”-Anthologie porträtieren diese Frauen ihre Lebensrealitäten zwischen Abtreibung, Indie-Mutterschaft, Prekariats-Boheme, queerem Coming-of-Age, Schönheits-Terror und Exotinnendasein im Musik- und Medienbusiness. In Anlehnung an die Vielzahl anglo-amerikanischer Textsammlungen, die hierzulande immer noch ihresgleichen suchen, destilliert dieser anekdotisch angelegte Reader die gesellschaftspolitische Aussage aus dem privaten Erleben und knüpft damit dort an, wo vor beinahe 10 Jahren der bis jetzt einzigartig gebliebene Band “Lips Tits Hits Power” aufhörte. Mit Beiträgen von Christiane Rösinger, Pauline Boudry, Clara Völker, Sarah Diehl, Rosa Reitsamer und Vina Yun und mit zahlreichen Illustrationen.

Aus dem Inhalt:

• Reproduktion, Abtreibung und Verhütung
• Queere Strategien und Coming out
• Grrrl-Zines
• Drag Kings in der Populärkultur
• TV-Serien und Feminismus
• Mädchenzeitschriften, Szeneorgane und (Anti-)Solidarität
• Weibliche Einflussbereiche in der Punksubkultur
• Ladyfest als Ladyspace
• Das Leben der Lo-Fi-Boheme
• Gender und Feminismus zwischen Ost und West
• Weiße Männlichkeitskonstruktionen im Rock und Pop
• Mode als Politikum

Sonja Eismann (Hg.): Hot Topic. Popfeminismus heute. Ventil Verlag, 2007, 304 S., 14,90 EUR.

Men!

MEN aka JD SAMSON & JO FATEMAN (Le Tigre)

While Le Tigre are still having a break 2/3 of them is doing a new project, called MEN.
MEN is a dj/remix/production team. Right now they are just djing live but intend to write some original music in the upcoming months. They are using traktor for live-mixing, changing tracks and realize mashups in their set. Check out some of the mashups and tracks on the following myspace pages.

myspace.com/djjdsamson
myspace.com/mrandmrsmen

23.Okt.2007 BADESCHIFF VIENNA
24.Okt.2007 BERLIN HILTON BERLIN
27.Okt.2007 TSUNAMI CLUB COLOGNE

Leider nicht hier. =(

Der Zahnarzt schaut in meinen Mund

… und sagt “Das ist jetzt aber langweilig für mich.”

Podcasts: Becoming Nerd


Der dritte Teil der Podcast-Serie kommt in zwei Teilen. Nach This American Life und Addicted to Race geht es ab heute um einige deutschsprachige Feeds aus meiner Abo-Liste, die in Zusammenhang mit dem Titel des Blogs stehen: i love digital life!

Ich höre jede Woche die neue Ausgabe von Bits und so. Das funktioniert so: Es treffen sich ein paar Typen beim “Podcast-Profi der ersten Stunde” (lol) Timo Hetzel in München und plaudern über ihre Macs, ihre iPods, ihre iPhones, andere Gadgets und Software.

Die Bits und so-Crew besteht fast nur aus Mac-Nutzern. Sie überlegen, was “der Steve” wohl bei seiner nächsten Keynote sagt, ärgern sich über die Ringeltöne im iTunes-Store und stehen zu ihren Gefühlen: In jeder Folge wird über kaputte Geräte und schlecht funktionierende Anwendungen geweint gewhined.

Die Gerüchteküche ist, wie im Apple-Kontext üblich, zu jeder Zeit mindestens am köcheln. Das, was “die Analysten” über mögliche neue Produktentwicklung sagen, wird fan-boy-mäßig eingeordnet und mit viel technischem Sachverstand unterlegt. Bits und so erklärt mit unter auch mal Konzepte aus Programmierung und Hardware-Design, die sicher nicht für alle interessant sind. Ich mag sowas aber sehr, denn es ist meistens sehr sympatisch und leerreich, vor allem eben für Leute, die mit Macs arbeiten.

Das Beste an Bits und so sind darum für mich auch die Picks der Woche: Reihum wird ein Stück Soft- oder Hardware vorgestellt, dass den Podcastern Spass macht und Anwender_innen das Leben erleichtern könnte. Vom Entwickler-Tool über den USB-Hub bis zum Count-Down Widget ist für jede_n mal was dabei.

Für Gamer_innen ist vielleicht auch der Spin-Off Games und so interessant. Dort stellen die selben Typen, diesmal angeführt von einem Spielezeitungsredakteur, neue Spiele für Konsolen, Handhelds und Computer vor. Das höre ich ab und zu auch, wenn auch mit weniger Begeistertung.

Nerd sein ist Nerd werden, ein Prozess. Informationen müssen her und verarbeitet werden. Nicht alles verstehen? ‘Drauf geschissen.