Category: Hamburg

Postfeminismus im Theater

Dann heul doch!

von Friederike Heller
Eine zenische Installation zum Postfeminismus von Friederike Heller
Uraufführung 28. Februar 2009 | 20 Uhr | Thalia in der Gaußstraße

Termine:
28. Februar 2009, 3. März 2009, 7. März 2009, 7. April 2009,
jeweils 20:00 Uhr

Feminismus war gestern. Das hat auch mit Judith Butler zu tun. Zu Beginn der 90er Jahre hatte sie mit ihrem Buch ‚Gender Trouble’ die Unterscheidung von „sex“, dem biologischen, und „gender“, dem sozialen Geschlecht radikalisiert. „Doing gender“ lautete ihre Parole. Denn Geschlecht sei etwas, das eingeübt wird, nichts Natürliches. Dem Feminismus alter Schule hat die Theorie Butlers vor allem den reflexiven Boden entzogen: denn was ist schließlich das Weibliche, wenn es potentiell unzählige Geschlechter gibt, nicht mehr Frau und Mann? Fortan brauchte es neue Antworten, neue Fragen.
Heute gibt es die eine feministische Bewegung nicht mehr, auch das zeichnet den Postfeminismus aus. Viele Einzelstimmen bestimmen das Bild.
Und: Cool wollen Teile des neuen Feminismus sein, ideologiefrei, Spaß soll er machen. Es ist doch schön, alles im Griff zu haben, Beruf, Partnerschaft, das eigene Selbstbild, selbst die Demographie.

Die Regisseurin Friederike Heller, ihr Musiker Peter Thiessen, Sänger und Gitarrist der Hamburger Band ‚Kante’, und das Thalia-Ensemble feiern den Postfeminismus! Denn Jana Hensel, Meredith Haaf und Charlotte Roche werden da sein. Alice Schwarzer haben wir versehentlich eingeladen, aber dann gleich wieder ausgeladen. Und auch Sylvia Plath ist ja schon lange tot. Oder? Na ja. In jedem Fall: feiern sie mit!

Regie Friederike Heller
Bühne Sabine Kohlstedt
Kostüme Sabine Kohlstedt
Musik Peter Thiessen
Video Helena Ratka
Ensemble Lisa Hagmeister, Andreas Köhler, Hans Löw, Vivien Mahler
Dramaturgie Benjamin von Blomberg

Rena Tangens beim FSKolleg

Heute Abend also kein Tatort, sondern Rena Tangens zu Datenschutz im Golden Pudel Salon, präsentiert vom FSK Kolleg. Leider habe ich mir nicht den geänderten Titel ihres Vortrages notiert, in dem neben vielen Einblicken in die Problematik Überwachung und Datensammlung vor allem um diskursive Strategien zur Verschärfung von Überwachung ging. Rena Tangens, die u.a. mit dem FoeBuD die Deutschen Big Brother Awards verleiht, zeigte hauptsächlich am Beispiel der Begründung von Kameraüberwachung im öffentlichen Raum, aber auch der Gesundheitskarte oder des Toll Collect LKW-Maut Systems, wie einzelne Kriminalfälle, Skandale und natürlich Terrorismus dazu genutzt werden, lange gehegte Vorhaben und Begehrlichkeiten zu legitimieren, und wie die meisten Medien dabei mitmachen. Legitimierungsstrategien sind beispielsweise Behauptungen wie

  • “Das was kommt ist im vergleich zu Sachen die nicht kommen (der Nacktscanner) harmlos.”
  • “Es wird nur ganz selten zum Einsatz kommen.”
  • “In einer Diktatur wäre das gefährlich, aber im Rechtsstaat sind wir alle vor Missbrauch geschützt.”
  • “In der Praxis wird das längst so gemacht und wir regeln jetzt nur eine rechtliche Grauzone.”

sowie natürlich das Diffamieren von Kritiker_innen als paranoide Bedenkenträger_innen. Das informationelle Selbstbestimmungsrecht wird dadurch immer weiter ausgehöhlt.

Auch in der Diskussion wurden viele spannende Fragen angeschnitten, wie z.B. die nach den Gründen für das Begehren, Überwachung im Namen der Sicherheit weiter auszuweiten und weniger Demokratie zu wagen. Nach einem, meiner Meinung nach etwas zu ausführlichen Exkurs zu Wolfgang Schäubles Psyche nannte Rena Tangens privatwirtschaftliches Profitinteresse und die Profilierungsmöglichkeiten für Politiker_innen als wichtige Motive hinter dieser Entwicklung. Auf die Frage danach, ob sich das Konzept von Privatheit zurzeit nicht grundsätzlich ändere, habe ich die Antwort von Tangens als ein “Nein, es fehlt nur an Aufklärung” verstanden. Das würde ich bezweifeln. Ein dritter erwähnenswerter Diskussionsbeitrag war der Verweis darauf, dass nicht nur – wie von Rena Tangens angemerkt – die Gefahr der Widerkehr von Diktaturen in Europa Anlass dafür sein sollte, sich kritisch mit der Sammlung von Daten zu beschäftigen, sondern dass die damit verbundene Normalisierung und Disziplinierung für die Aufrechterhaltung von Herrschaft in der heutigen Gesellschaft essenziell ist.

Datensammlungen auch von privatwirtschaftlicher Seite, zum Beispiel durch Rabatt-Karten, führen dazu, dass Wissen über Individuen und Gruppen gesammelt wird, und daraus Schlüsse auf das Verhalten dieser gezogen werden, die widerum die Handlungsfreiheit einschränken. Für alle, die sich dem bei dieser Veranstaltung ausgesprochenen Plädoyer nach Datenaskese anschließen und diese praktisch üben möchten, bietet sich am Dienstag, dem 24. Februar 2009 eine Gelegenheit. Dann sprechen ebenfalls im Golden Pudel Salon Constanze Kurz und Frank Rieger vom CCC über Möglichkeiten zur Identitätsverschleierung.

Datensicherheit im Pudel

Update: Hier gehts zur Nachberichterstattung zur Veranstaltung mit Rena Tangens.

Für diejenigen, die mehr über Datensicherheit, informationelle Selbstbestimmung im digitalen Zeitalter und Identitätsverschleierung erfahren wollen, bieten sich in Hamburg demnächst zwei tolle Gelegenheiten. Rena Tangens, Frank Rieger und Constanze Kurz kommen am kommenden Sonntag und am Dienstag, den 24. Februar in den Golden Pudel Salon. Hier die Ankündigungen zu den beiden Veranstaltungen.

Rena Tangens:
Datensicherheit und informationelle Selbstbestimmung

Sonntag, 15. Februar, 20 Uhr
Golden Pudel Salon, St. Pauli Fischmarkt 27, Hamburg

Was bleibt vom Menschenrecht auf informationelle Selbstbestimmung, wenn eine Horde von Big Brothers uns auf allen Wegen durch Netz und Nachbarschaft über die Schulter sieht? Während gleichzeitig die Möglichkeiten und Versuche zunehmen, sich diese Daten gewinnbringend anzueignen? Rena Tangens gehört zu den PionierInnen der digitalen Kommunikation. Sie vereint in ihren Projekten Medienarbeit, Kunst und Politik in Theorie und Praxis. 1984 rief sie das Kunstprojekt Art d’Ameublement ins Leben, 1988 gründete sie die Haecksen mit, einen Zusammenschluss weiblicher Mitglieder des Chaos Computer Clubs. Ab 1989 arbeitete sie am Mailboxprogramm ZERBERUS und der BIONIC-MailBox mit. Sie ist Mitbegründerin und Vorsitzende des Bielefelder FoeBuD e. V., Kuratorin der monatlichen Kultur- und Technologie-Veranstaltungsreihe Public Domain und Mitorganisatorin der deutschen BigBrotherAwards, der einmal jährlich an die eifrigsten Datensammler und Überwachungsbefürworter vergeben wird.

Mit Rena Tangens eröffnet das Freie Sender Kolleg seine Vortragsreihe. Das Freie Sender Kolleg ist eine umfangreiche Veranstaltungsreihe mit Seminaren, Vorträgen und Workshops zur Diskussion und Vervielfältigung kritischer Radio- und Medienpraxis, veranstaltet vom FSK.

Do It Yourself: Identitätsverschleierung und Datensicherheit
Eine Veranstaltung mit Constanze Kurz und Frank Rieger

(Chaos Computer Club, CCC)

Welche Daten sind auf dem Chip im Reisepass gespeichert und was passiert, wenn der Pass in der Mikrowelle landet? Wie lässt sich die Datenspur im Internet verwischen? Und warum ist es in manchen
Situationen am besten, sein Handy wegzuwerfen?
Das Verschleudern von persönlichen Daten ist mittlerweile so normal, dass man sich nicht einmal mehr fragt, welche Räume man sich nimmt, wenn man die Türen offen lässt. Vom Online-Shopping bis zum Social Web, vom Zeitungsrätsel bis zum Abonnement, von der Gesundheitskarte bis zur Steuernummer – selten fühlt man sich bemüßigt, eingeforderte Daten oder deren Speicherung zu verweigern. Im Zweifel gewinnt der Rabatt gegen den Stress. Über diesen rasanten Verlust des Datensicherheitsbewusstseins freuen sich vor allem Wirtschaft und Regierung.
Am 24. Februar erklären Constanze Kurz und Frank Rieger vom CCC, wie Datensicherheit auch vergnügen bereiten kann. Denn Wissen bedeutet Selbstermächtigung: Wer eine E-Mail verschicken kann, kann sie auch verschlüsseln. Wer im Internet surfen kann, kann die Spuren auch anonymisieren. Wer ein Handy nutzt, sollte wissen, was ein IMSI-Catcher ist und wie die Polizei ihn bei Großdemonstrationen einsetzt.
Die Veranstaltung im Salon mit Elbblick informiert darüber, was mit den Daten passiert, welche Entscheidungen man treffen und wie man einfache Maßnahmen gegen die technische Überwachung ergreifen kann.

Datum: Dienstag, 24. Februar 2009, 20:00 Uhr
Ort: Golden Pudel Salon, Am St. Pauli Fischmarkt 27, 20359 Hamburg, 1. OG
Eintritt: 3,– Euro

Veranstaltet vom re[h]tro-frauentag bei FSK und dem Republikanischen Anwältinnen und Anwälteverein [RAV]

Veranstaltung zu Feminismen mit Melanie Groß

Ich verspreche, bald mal wieder mehr als nur Veranstaltungshinweise zu posten, aber zunächst noch diesen hier für kommenden Donnerstag:

“Ich sehe was, was Du nicht siehst”
– post..| queer..| linksradikal-feministische Gruppen und ihre Konflikte

Vortrag und Diskussion am Do., 5.2. 16h

mit Melanie Groß

Wie ist politische Handlungsfähigkeit möglich ohne Rückgriff auf ein fragwürdiges „Wir Frauen“? Politische Gruppen finden durch ihre Orientierung am konkreten Handeln punktuelle Lösungen für dieses
theoretische Dilemma. Die zwischen ihnen entstehenden Konflikte lassen sich als eine besondere Stärke politischer Bewegungen verstehen, durch die es möglich wird, unterschiedliche Ebenen gleichzeitig existierender Machtformen anzugreifen.

Melanie Groß: Autorin des Buches “Geschlecht und Widerstand”. Mitbegründerin des Feministischen Instituts Hamburg. Professur für Jugendarbeit an der FH Kiel.

Veranstaltung am 5.2. um 16h im Café Knallhart (Erdgeschoss Von-Melle-Park 9/Campus), ab 18h Soli-Kneipe.
Im Sommersemester 08 schaffte der AStA den ehemals teilautonomen FrauenLesbenTransRat ab und stellte Strafanzeigen gegen Aktivist_innen, die sich für den Erhalt teilautonomer Referate einsetzten.

Deshalb: Soli-Kneipe im Anschluss an die Veranstaltung

Mehr Infos auf: frauenlesbentransrat.blogsport.de
f.a.q. feministisch autonom queere Rät_in im Exil

Vortrag von Gabriele Dietze: Obama vs. Clinton

screenshot twitter
Twitter im Augenblick der Amtseinführung

Als die AG Queer Studies das Vortragsprogramm für Jenseits der Geschlechtergrenzen in diesem Wintersemester geplant hat, war das Rennen zwischen Obama und Clinton um die Präsidentschaftskandidatur noch nicht entscheiden. Um so mehr freuen wir uns, eine Woche nach der Inauguration von Barack Obama noch einen passenden Vortrag in unserem Programm zu haben. Dr. Gabriele Dietze von der HU Berlin, deren Habilitation zur Konkurrenz von amerikanischen Race- und Gender-Emanzipationsdiskursen in diesem Jahr bei transcript erscheint, beschäftigt sich mit dem Diskurs über die Konkurrenz zwischen einem Schwarzem Mann und einer weißen Frau um das höchste Amt der USA.

Obama vs Clinton – (Ver)quere Intersektionen von Rassismus und Sexismus

Barak Obama ist der erste amerikanische Präsident of color. Im Vortrag soll diskutiert werden, ob diese ‚unwahrscheinliche‘ Konstellation damit zu tun hat, dass er eine weiss/weibliche Konkurrentin im Nominierungswahlkampf hatte und ob diese ohne einen schwarz/männlichen Gegenkandidaten mehr Chancen gehabt hätte. Es wird davon ausgegangen, das das Duell von Hillary Clinton und Barack Obama um die demokratische Kandidatur eine historisch gewachsene Konkurrenz aufgerufen hat, die seit dem Kampf um die Abschaffung der Sklaverei Frauen- und ‚Race‘-Emanzipationsbewegung eng miteinander verknüpft hat: Eine gemeinsame Front für die Abschaffung der Sklaverei und das allgemeine Wahlrecht zerbröckelte, als nur der schwarze Mann das Wahlrecht erhielt. Lynching wurde häufig damit begründet, ein schwarzer Mann habe sich einer weißen Frau genähert, und in den Emanzipationsbewegungen der Sixties wurde der Begriff ‚Sexismus’ aus dem Begriff ‚Rassismus’ entwickelt.

Der Vortrag soll mit den Instrumenten diskursanalytisch inspirierter Gender Studies – insbesondere mit einer Analyse der Intersektionalitäten von Race, Class, Gender und Sexualität – eine Genealogie eines ‚schwierigen Verhältnisses’ entwerfen. Dabei sollen historisch spezifische Wissensformationen kartiert werden und Möglichkeiten ihrer Variation und Überarbeitung erkundet werden.

Der Vortrag findet am 28. Januar 2009 um 19 Uhr im Raum 0079 des WiWi-Bunkers, Von-Melle-Park 5 auf dem Campus der Uni Hamburg statt. Der Eintritt ist frei.

Monochrom in Hamburg

Am kommenden Samstag, dem 24. Januar 2009, ist Frank Apunkt Schneider, Mitglied der deutsch-österreichischen Kunstgruppe monochrom zu Gast im Trottoir in Hamburg (Hamburger Hochstraße 24 / St. Pauli). Er präsentiert ab 20 Uhr ein Powerpoint-Infotainment über Georg Paul Thoman: Die Eigenurintherapie des Realen.

Georg P. Thomann (1945-2005) war ein österreichischer Großkünstler, dessen Weg durch die Kunstgeschichte des späten 20. Jahrhunderts radikale Positionen von Wiener Aktionismus über Situationismus, Punk, Neoismus, Appropriation Art bis bis zur Repolitisierung im Umfeld der p.c.-Bewegung miteinander verband.

2002 wurde Georg P. Thomann als österreichischer Beitrag zur Sao Paulo Bienale geschickt. Dabei stellte sich heraus, dass er (und seine über hundertseitige Biographie) von der Wiener Gruppe monochrom erfunden worden war. Und zwar, um der Kunst etwas von der Würde zurückzugeben, die sie als bürgerliches Selbstvergewisserungsmedium freilich nie hatte.

Georg Paul Thomann, heißt es in einem Programmtext, „ist eine Sonde, die in zeitgenössische Kunstmilieus eingesenkt wird, eine Lebensform, die auf den Kurzschlüssen basiert, die erzeugt werden, wenn die so genannte Wirklichkeit mit Eigenurin therapiert wird. Er taucht an ausgewählten Orten der Kunstlandschaft auf und hinterlässt sie so, wie er sie vorzufinden sich gewünscht hätte.“

Frank Apunkt Schneider ist Mitglied bei monochrom und wird im Anschluss an seinen Vortrag über Georg Paul Thomann einige der letzten Exemplare des längst vergriffenen Thomann-Readers „Wer erschoss Immanenz?“ versteigern.

Monochrom ist eine deutsch-österreichische Kunstgruppe, die das gleichnamige Magazin herausgibt und die Webseite www.monochrom.at betreibt.

Buchvorstellung mit Friederike Habermann: “Der homo oeconomicus und das Andere”

Auf die Veröffentlichung “Der homo oeconomicus und das Andere. Hegemonie, Identität und Emanzipation” (Nomos 2008) von Friederike Habermann bin ich neulich schon neugierig geworden, als ich bei dieStandard von einer Veranstaltung mit ihr gelesen hatte. Wie schön, dass Habermann ihr Buch Ende Januar in Hamburg vorstellen wird!

Angela Merkel, Condoleezza Rice und nun Barack Obama — das Geschlecht oder die Hautfarbe scheinen heute in keinem Widerspruch zur Karriere mehr zu stehen. Andererseits existieren Sexismen und Rassismen weiter, strukturelle Ungleichheiten lösen sich nicht einfach auf, einige verstärken sich sogar, teilweise kommt es zu Verschiebungen im Verhältnis von sex, race & class. Ein Paradox?

Immer wieder wird beklagt, dass Kapitalismus, Sexismus, Rassismus und andere Herrschaftsverhältnisse als unverbunden in der Analyse erscheinen — wenn sie denn überhaupt gemeinsam in die Analyse einbezogen werden. Mit der ‘subjektfundierten Hegemonietheorie’ wird ein Ansatz skizziert, der — aufbauend auf Antonio Gramscis Hegemoniebegriff und in Erweiterung durch postmarxistische, postfeministische und postkoloniale Ansätze (Stuart Hall, Ernesto Laclau, Chantal Mouffe, Judith Butler) — von der Verwobenheit aller Herrschaftsformen ausgeht. Wesentlich geht es der Autorin weiterhin darum, die bestehende Trennung zwischen historischmaterialistischen als auch postkolonialen und feministischen Ansätzen zu überwinden.

Dafür und darüber hinaus untersucht Friederike Habermann in einem wirtschaftstheoretischen und einem historischen Teil, wie der homo oeconomicus als Fundament der heutigen Wirtschaftstheorie nicht nur das Stereotyp des weißen, männlichen Bürgers abbildet, sondern wie dieser und alle anderen sich in der Moderne herausbildenden Identitäten in Relation zu ihm — und damit zueinander — entstanden und sich weiter ausformen. Heute ist der homo oeconomicus (mit einigen /soft skills/ angereichert) zum hegemonialen Leitbild für alle geworden; da er jedoch in Interaktion mit der Konstruktion des weißen, männlichen Bürgers konstruiert wurde, bleibt es für Mitglieder dieser Identität(en) leichter, erfolgreich zu sein.

Das Buch schließt mit Überlegungen für eine emanzipatorische Theorie und Politik.

Dr. Friederike Habermann ist Volkswirtin, Historikerin und Dr. phil. in Politischer Wissenschaft. Sie ist seit den Achtziger Jahren in Sozialen Bewegungen und seit den Neunzigern im globalen Widerstand aktiv.

Do, 29. Januar 2009, 19:30 Uhr
kölibri, Hein-Köllisch-Platz 12

Veranstaltet von /homines oeconomici/ in Kooperation mit der rosa luxemburg stiftung hamburg