Author: Kathrin

Benefizkonzert für Amnesty for Women

Amnesty for Women ist eine Organisation, die sehr wichtige und unterstützenswerte Arbeit leistet, die auftretenden KünstlerInnen super interessant und das letzte Benefizkonzert vor ein paar Wochen im der Fabrik (mit den Zitronen, Angie Reed und The Charts) war auch sehr schön. Darum freue ich mich auf das nächste Benefizkonzert am 11. Juli im Knust und hoffe, dass es voll wird.

flyer konzert amnesty for women

Liebe FreundInnen von Amnesty for Women!

Die alltägliche Arbeit von Amnesty for Women zeigt, dass es einen großen Bedarf an psychologischer Beratung gibt. Nicht alle Migrantinnen sprechen Deutsch, deshalb braucht Amnesty for Women muttersprachliche Psychologinnen, die auch mit dem kulturellen Hintergrund vertraut sind.

Die psychologische Beratung und Krisenintervention wird ausschließlich über Spendengelder finanziert. Deshalb freuen wir uns, dass besondere KünstlerInnen im Rahmen eines Benefizkonzertes für uns auftreten werden und möchten alle FreundInnen von Amnesty for Women herzlich dazu einladen, mit uns einen abwechslungsreichen Abend zu verbringen und uns durch den Eintritt zu unterstützen.
THE WORLD INFERNO FRIENDSHIP SOCIETY ist keine Band im ursprünglichen Sinne, sondern ein Projekt von 8-12 versierten MusikerInnen aus New York. Mit Witz, Politik und Partylaune haben World-Inferno sich ihre eigene, einmalige Nische geschaffen. Sie bieten eine Mischung aus Broadway Music, Kurt Weill und Brecht Songs, Big Band Sound, Louis Armstrong und siedeln sich irgendwo zwischen Soul und Punk an. Beim Duo JACK FUCKING TWIST aus Hamburg wird schnell klar, dass hier 2 Musikerinnen Lust auf Spaß haben, aber trotzdem ernst zu nehmen sind. Mit wenigen Mitteln bringen sie Bass, Fußorgel, Schlagzeug, 2x Gesang und viel Energie auf die Bühne. Abgerundet wird der Abend durch DJ-Sets von Patex (School Of Zuversicht) und Melissa Logan (Chicks on Speed).

Das Konzert findet am 11. Juli im Knust (Neuer Kamp 30, 20357 Hamburg) statt. Karten sind im Vorverkauf für 8 Euro und an der Abendkasse für 10 Euro erhältlich.

Das Team von Amnesty for Women

Alles muss raus!

Was für ein toller Kommentar von beaha bei dieStandard:

Nicht nur der Körper, auch der Darm, Stoffwechsel und Verdauung müssen fit sein, denn die Direktive lautet: Sichtbares oder Unsichtbares – es muss weg, oder: Es muss raus. Was weg und was raus muss, entscheidet aber nicht unser “Bauchgefühl”, sondern vielmehr das der VerdauungsfetischistInnen, die ihre Fit = Schön = Gesund-Vorstellungen gern auf unsere privatesten Körperfunktionen ausdehnen.

Was wäre das ganze Selbstmanagement ohne die innovative Lebensmittelindustrie und ihre Werbeargenturen? Seit dem ich dieses Video vor einiger Zeit bei Feministing gesehen habe, kringele ich mich jedes Mal vor lachen, wenn im Fernsehen Joghurtwerbung läuft. Das hilft bestimmt auch beim Verdauen:

Zweite Ausgabe der Liminalis

Liminalis – Zeitschrift für geschlechtliche Emanzipation” ist eine Online-Veröffentlichung, die zurzeit auf Deutsch und Englisch vorliegt (Spanisch kommt in der nächsten Ausgabe dazu). Sie besteht aus Artikeln unterschiedlicher wissenschaftlicher Disziplinen, Essays und künstlerischen Beiträgen und verfolgt das Ziel, in einer entpatologisierenden und entexotisierenden Weise (soziale) Bewegung und (kritische) Wissenschaft zusammen zu bringen.

Ausgangspunkt dieser Ausgabe der Liminalis sind Erfahrungen vieler Intersex- und Transgendermenschen mit Pathologisierung durch den medizinischen und rechtlichen Apparat in unserer Gesellschaft sowie durch kulturelle, politische und auch sprachliche Systeme, in denen kein Platz ist für eine positive Identifikation oder auch nur ein würdevolles Leben. Eine Emanzipation davon kann durch verschiedene Wege erfolgen. In dieser Ausgabe der Liminalis werden akademische, essayistische und künstlerische Versionen einer Auseinandersetzung mit möglichen Formen einer solchen Emanzipation vorgestellt. Die Beiträge in dieser Ausgabe beschäftigen sich mit den rechtlichen, sprachlichen und künstlerischen Möglichkeiten, eine heteronormative Zweigeschlechterordnung aufzubrechen und zu verändern.
Wir freuen uns in dieser Ausgabe nicht nur dekonstruktivistischen Ansätzen einen Raum geben zu können, sondern auch konkreten Vorschlägen, wie eine andere, nicht-pathologisierende, nicht-exotisierende Gesellschaft auf verschiedenen Ebenen aussehen könnte. (aus dem editorial)

Die Artikel liegen innerhalb der Website als PDF vor, was ich persönlich etwas ungewohnt finde, obwohl es eigentlich ganz praktisch ist. Das wirkliche Problem ist natürlich wie immer die Zeit, die ich bräuchte, um die ganzen interessanten Sachen im Netz auch zu lesen.

Viva la revolutión

Am 2. August wird in der Roten Flora eine Soliparty alternativ zum Hamburger CSD gefeiert, die unter dem Motto wat mutt dat mutt – für eine queere revolution steht.

flyerausschnitt flyerausschnitt hinten

Klick auf die Ausschnitte um den ganzen Flyer von vorne und hinten zu sehen.

eine andere herangehensweise

die fische stinken bis zum himmel: toter fisch* als symbol für homosexuelle und heterosexuelle gleichstellung. ‘butter bei die fische’: ‘fische’: im Sinne von ‘jetzt werden tatsachen geschaffen’ > ‘jetzt müssen greifbare ergebnisse her’ oder ‘die konkreten wichtigen maßnahmen dürfen nicht mehr länger auf die lange bank geschoben werden’: Jetzt muss ‘butter bei die Fische’ – eben.
was für butter an welche fische? süss, salzig, gepöckelt, geräuchert, einfach tot: oder LEBEN die etwa noch – die fische? ‘butter bei die fische’: also, dazu fällt dann auch nicht mehr viel ein. allenfalls: einfältig bis gleichschaltung, anstatt gleichstellung.
‘WAT MUTT DAT MUTT’: dahinter verbergen sich einzelne gruppierungen selbstorganisierter veranstalterInnen queerer, lesBiSchwuler oder transgender u.a.Kulturräume, die am höhepunkt der diesjährigen csd-veranstaltung, den tag der parade, eine alternative, nicht kommerzielle veranstaltung in den räumen der roten flora stattfinden lassen: fernab von sponsoring und gay-establishment.
dabei geht es uns um viel mehr als präsenz zu zeigen: es geht darum die diskurse über bestehende Strukturen, Leitbilder und gesellschaftliche Muster LEBENDIG (vs. toter fisch) darzustellen, die vielfältigkeit und heterogenität in den sozialen zusammenhängen aufzuzeigen und für selbstbestimmtheit und authentizität zu plädieren.
wir distanzieren uns von der gleichstellungs-polemik des offiziellen hamburger csd 2008. gleichstellung bedeutet nicht: assimilieren in heterosexuelle normalitäten und normativitäten.
wir distanzieren uns von einer parade, die kommerzialisierten und ritualisierten charakter hat.
eben weil sich: das motto ‘butter für die fische’ wie warme butter ‘anhört:leicht, schmeichelhaft, problemlos, angenehm,verführerisch…,ist gerade nicht ‘alles in butter’.
WAT MUTT DAT MUTT >> anders_gleich-WERTIG.

Ananas Schneiden II

Zum Ananas-Event bei Edeka fehlten mir neulich die Worte. In Noah Sows “Deutschland Schwarz Weiß” habe ich jetzt einen passenden Abschnitt gefunden, in dem sie über exotisierende Afrika-Zirkusshows schreibt:

Gerne wurden und werden ausgerechnet derartige Spektakel als “humanitäre” Angelegenheiten vermarktet, indem man beispielsweise einen Teil des Erlöses spendet […] und behauptet, man schaffe den Darstellen der Shows oder gar ihren Heimatregionen dadurch eine “Lebensgrundlage” oder vermittele “Selbstbewusstsein”. Dies ist eine besonders verklärende Form von Rassismus, da sie gar nicht erst die Möglichkeit in Betracht zieht, Menschen anders als von oben herab oder als potenzielle Tänzer für Europäer wahrzunehmen. Sie implizieren zudem, dass aus der Arbeit für den weißen Mann mehr Selbstbewusstsein resultieren kann als aus einem gleichberechtigten Miteinander.

Das noch als Nachtrag.

Blogroll sortiert, aktualisiert, erweitert

Endlich ist mir was sinnvolles eingefallen, um die Blogroll zu strukturieren. Ich hatte bisher das Problem damit, (politische) Issue-Blogs und Websites nicht einzelnen Kategorien wie Queer und Anti-Rassismus zuordnen zu wollen, denn glücklicherweise überschneiden sich die Inhalte auf vielen Blogs. Ich glaube, Differenzen & Politiken ist ein guter Name für so eine Sammelkategorie. Neue Links gibts übrigens auch, unter anderem zu Sociological Images, einem Blog mit viel sagenden Fotos zu sozialen Erscheinungen, der AG Queer Studies und meinen geliebten Nerd und Mac-Podcasts. Liebe RSS-Abonementen: Dank Feedburner weiß ich jetzt, dass es euch gibt. Kommt mal her und schaut es euch an.

Konstruiert

Gestern schrieb ich ja, dass es wünschenswert wäre, wenn Journalist_innen sich auch mal mit konstruktivistischen Theorien auseinander setzen würden. Nach dem ich eine Kurzbesprechung zum Film XXY bei Intro.de gelesen habe, bin ich mir darüber nicht mehr so sicher:

Ungewöhnlich, aber wahr: Die junge Alex ist Mädchen und Junge zugleich, meinen zumindest ihre Geschlechtsteile. Was sich erst einmal ungemein praktisch anhört, kann allerdings auch sehr belastend sein, vor allem, wenn die nähere Umgebung darauf nicht so klar kommt. Das fängt in Alex’ Fall schon bei den Eltern an, wird aber auch nicht besser in der uruguayischen Provinz, wo die Menschen noch nicht so viel Erfahrung mit sozial konstruierten Gender-Differenzen haben. Um es mal milde auszudrücken.

Während der Textanfang wohl ein schlechter Scherz sein soll, frage ich mich: Provinzler haben wenig Erfahrung mit sozial konstruierter Gender-Differenz? Was soll das heißen? Da hat wohl jemand in der Uni nicht richtig aufgepasst, den Begriff aufgeschnappt, aber das Konzept nicht verstanden.

Immer dieser Wille zum Wissen


Miriam erklärte vorgestern in einem Post bei Feministing, warum sie ein ungutes Gefühl hat, wenn es um wissenschaftliche Studien geht, die sich mit sexueller Differenz beschäftigen: Why I don’t like scientific studies about sexuality

Da neulich diese Forschungsergebnisse über homosexuelle und heterosexuelle Gehirne (sic!) durch die Presse gingen, laut denen die Gehirne von Schwulen denen von heterosexuellen Frauen ähneln, und die von Lesben denen von heterosexuellen Männern, fand ich es sehr schön, auf Miriams Text gestoßen zu sein: Read more

Geschlechterperformativität in Harburg

Mal was netteres als diese sch*** Hochschulpolitik.

Zwei Abende zum Thema Geschlechterperformativität

Sonnabend, den 28. Juni 2008
20 Uhr William Wheeler: “Border-Strip” – eine Striptease-Performance mit Musik und Video-Animationen
21 Uhr Tim Stüttgen aka Timi Mei Monigatti

Sonntag, den 29. Juni 2008
18:30 Uhr Geschlechterperformance bei Judith Butler – kurze Einführung in einige zentrale Begriffe zur Geschlechterkonstruktion bei Judith Butler durch Christina Ruppert
19:30 Uhr “one hand on open” – ein experimenteller Animationsfilm von Stefan Pente und William Wheeler, 2008. Länge 86 min., englisch. Im Anschluss gibt es Gelegenheit zum Gespräch mit den Regisseuren

im Rahmen der Ausstellung:

Reihe:Ordnung sagt – SEX
mit Stefan Pente
Ausstellung: 27. April bis 13. Juli 2008
Öffnungszeiten: Mi. bis So. 14 bis 18 Uhr

Mit der Ausstellung Reihe:Ordnung sagt – SEX setzen wir unseren im Jahr 2007 begonnenen und bis 2009 geplanten Ausstellungszyklus Reihe:Ordnung fort, der unter verschiedenen Schlagworten (Arbeit, Liebe, Geld, Sex, Macht, Freiheit, Zukunft) zeitgenössische KünstlerInnen, -gruppen und Ausstellungsmodelle vorstellt und ihren
ästhetischen Zugriff auf das jeweilige Thema verhandelt. SEX ist der vierte Teil der Reihe und wird mit Stefan Pente erstmalig als Einzelausstellung realisiert.

Die Konstruktion von Identität ist das zentrale Thema des in Zürich und Berlin lebenden Künstlers Stefan Pente. Er beschreibt Sex in seiner Ausstellung für den Kunstverein Harburger Bahnhof als ein Verhältnis von Körper, Blicken und Raum.

Noch mehr Informationen dazu stehen in diesem PDF (56,3 KB).

Der AStA und die Teilautonomie – ein vorerst letzter Bericht


Vorweg: Ich habe den Liveblogging Beitrag an dieser Stelle wieder von der Seite genommen. So lustig war es ja doch nicht.

Am gestrigen Abend fand an der Uni eine weitere Sitzung des Studierendenparlamentes statt. Diese Sitzungen sind sehr spezielle Veranstaltungen, und werden von manchen gerne als politisches Improvisationstheater bezeichnet. Thema der gestrigen Sitzung war unter anderem der Haushaltsplan, in dem zum einen Kürzungen bei den Teilautonomen Referaten vorgesehen waren, und zum anderen das teilautonome Frauenreferat nicht mehr auftauchte, nachdem es vom AStA (und nicht etwa von einer Frauenvollversammlung) aufgelöst und in das Sozialreferat integriert wurde. Schließlich war dem AStA aufgefallen, dass Frauen an der Uni zahlenmäßig gar keine Minderheit darstellen, und Gleichstellung ein so wichtiges Thema ist, dass nur der AStA es in seiner unnachahmlichen Art effektive und funktionierende Politik für benachteiligte Gruppen machen kann.
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