Category: Feminismus

FrauenLesbenTrans Vollversammlung Uni Hamburg

… AStA schafft FrauenLesbenTransRat ab
Teilautonome entpolitisiert?
Vollversammlungen übergangen
Studierendenprotest kriminalisiert …

Alles egal?

FRAUENLESBENTRANS VOLLVERSAMMLUNG
am Mittwoch, 12. 11. um 16h in der T-Stube rauchfrei

Mehr zur Abschaffung des teilautonomen FrauenLesbenTrans Referates durch den AStA der Uni Hamburg hier, hier, hier, hier und hier sowie im Blog Gegen die Abschaffung des Frauenreferates.

Hochkarätige Tagung zu Intersektionalität in Frankfurt

Am 22. und 23. Januar 2009 findet in Frankfurt/Main die Konferenz Celebrating Intersectionality? Debates on a multi-faceted Concept in Gender Studies statt.

Over the last decade, the concept of ‘intersectionality’ has attracted much attention in international feminist debates. It was embraced as well as repelled by many scholars and at the same time, it has made an incredible international career. Twenty years after the concept was coined by Kimberlé Crenshaw in 1989, it seems appropriate to bring together protagonists as well as critics and discuss the ‘state of the art’ with those that have been influential in this debate.

Wow, im Vergleich zum Intersektionalitätsworkshop Ende November in Hamburg ist diese Konferenz ganz schön hochkarätig besetzt. Neben Helma Lutz, Cornelia Klinger, Birgit Sauer und Paula Irene Villa als Vertreterinnen der Debatte im deutschsprachigen Kontext werden u.a. Nira Yuval Davis (University of East London), Kathy Davis (University of Utrecht), Gloria Wekker (University of Utrecht), Dubravka Zarkov (Institute of Social Studies, The Hague), und Nina Lykke (University of Linkoeping) zur Konferenz beitragen. Und keine geringere als Kimberlé Crenshaw (University of California, L.A.), die den Begriff Intersektionalität 1989 eingeführt hat, wird ebenfalls nach Frankfurt kommen.

Ich bin gespannt, ob die Konferenz neue Impulse in die deutschsprachige Debatte über Intersektionalität geben wird, und denke darüber nach, hinzufahren. Bis zum 9. Januar ist die Registrierung möglich.

Zweiter Workshop zu Intersektionalität

Unter dem Titel “Doing Intersectionality. Über das Recht auf Verschiedenheit und den Umgang mit Differenz” findet vom 28. bis 30. November 2008 der zweite Workshop zu Intersektionalität in Hamburg in diesem Jahr statt. Den ersten habe ich hier angekündigt.

Im Rahmen des zweiten Workshops in diesem Jahr möchten wir Menschen, die in beruflichen, politischen, künstlerischen sowie wissenschaftlichen Zusammenhängen oder auch „privat“ mit Verschiedenheit und Intersektionalität zu tun haben, Raum zur Vorstellung und Diskussion ihrer Erfahrungen und Gedanken geben.

Ziel ist es, Umgangsweisen mit und Perspektiven auf Verschiedenheit und Intersektionalität auf unterschiedlichen Ebenen und in verschiedenen Kontexten zu diskutieren. Wir laden Praktiker_innen, politische Aktivist_innen, Künstler_innen, Wissenschaftler_innen und Studierende herzlich zur Mitwirkung ein.

In einer Keynote von Elisabeth Holzleithner aus Wien mit dem Titel “Vielfalt zwischen Managment und Herrschaftskritik” am Freitag Abend und vier Pannels am Samstag und Sonntag werden die Bereiche Normativität, Ökonomie, Subjektivität und Herrschaftskritik in den Blick genommen. Genauere Informationen zu Ort, Zeit und Programm finden sich in diesem Flyer. Der Workshop wird veranstaltet von der Gemeinsamen Kommission für Frauenstudien, Frauen- und Geschlechterforschung, Gender und Queer Studies Hamburg

Hoffnungsvoll Feministisch in Bremen

Von Freitag bis Sonntag ist Bremen Hoffnungslos Feministisch. An diesem Wochenende sollen unterschiedliche feministische und queer-feministische Perspektiven zusammengebracht werden, um über die eigenen Theorien und Praxen zu sprechen – ein Anliegen verschiedener Gruppen, das im Kontext der G8 Mobilisierung im vergangenen Jahr entstanden ist. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie sich feministische Politiken in den letzten Jahren verändert haben. Unter anderem wird darum das Verhältnis von feministischen und queeren Ansätzen diskutiert, es geht um anti-rassistische und Körperpolitiken, und auch die Tatsache, dass nur Frauen, Lesben, Transgender, Inter- und Transsexuelle an diesem Wochenende miteinander diskutieren können, wird hoffentlich Thema sein.

Ich werde zusammen mit Do. Gerbig am Samstag Nachmittag einen Vortrag/Workshop zu queerer Ökonomiekritik anbieten. Dort werden wir verschiedene antikapitalistisch/queere Politikansätze vor- und zur Diskussion stellen.

Komplex radikal: Queere Ökonomiekritik.
Kapitalismuskritik und Queer sind beide radikal und versuchen beide, die Komplexität sozialer Praxen zu begreifen. Sie liefern eine vielschichtige Sicht auf Herrschaftsstrukturen und beleuchten bestimmte Aspekte gesellschaftlicher Unterdrückung. Während Kapitalismuskritik Ausbeutungsverhältnisse rund um die Verteilung von Produktionsmitteln fokussiert, wendet sich Queer in erster Linie gegen Normativität und Identitätszwang. Beide verstehen sich als grundlegende Gesellschaftskritik. Jenseits davon, im Marxismus nur eine binäre Beschäftigung mit dem Hauptwiderspruch zwischen Arbeiterklasse und Kapital, und in Queer nur die schwul-lesbische Forderung nach der Anerkennung und dem Einschluss ins Bestehende zu sehen, interessiert uns, wo Verknüpfungspunkte sind und was beide gewinnen würden, vom jeweils anderen zu lernen.

Wir hoffen, dass wir auch über die aktuelle Finanzmarkt/Wirtschaftskrise und das sich verändernde Verhältnis zwischen Kapitalismus und Staat reden können. Ergeben sich daraus queer-feministische Visionen oder ist unser Einsatz dringend gefragt?

Ich bin gespannt auf die verschiedenen Leute dort, die vermutlich aus ganz unterschiedlichen Kontexten und Traditionen kommen. Vielleicht befördert das Wochenende ein solidarisches Nebeneinander, was meiner Meinung schon ein wichtiger Schritt ist, oder macht sogar Lust auf Kollaborationen. Ich bin ganz hoffnungsvoll!

Sie ist da!

das missy magazin liegt auf meinem schreibtischDas Glück der Abonnentin! Die Erstausgabe des Missy Magazins lag heute schon im Briefkasten. Erster Eindruck nach dem Durchblättern: Sieht aus wie die Intro, aber mit dem entscheidenden Unterschied, dass ich Lust habe, die Texte zu lesen. DIY, Mode, Popkultur, Politik, Sex, eine Kolumne von Verena Kuni, eine Würdigung von Paris Geller, Nerdmode, Vibratorkauf. Am Montag ist das Heft im Handel ist. Ich werde bis dahin schon viel darin gelesen haben, und nach der ersten Begeisterung vielleicht zu einer kritischen Betrachtung fähig sein. Danke, Team Missy!

Saisonstart bei “Jenseits der Geschlechtergrenzen”

Die Vorlesungsreihe “Jenseits der Geschlechtergrenzen”, die ich als Teil der AG Queer Studies organisiere, geht nächste Woche am Mittwoch Abend wieder los. Wie in jedem Semester decken die verschiedenen Vorträge ein interdisziplinäres Spektrum an Themen ab und verdeutlichen queerende Forschungspraxen und Perspektive auf Geschlecht und Sexualität. In der ersten Sitzung geben wir einen Einblick in das kommende Semester und unsere aktuellen Projekte, und Kerstin Brandes wird das FKW-Themenheft “Indem es sich weigert, eine feste Form anzunehmen” – Kunst, Sichtbarkeit, Queer Theory vorstellen. Dieser und alle kommenden Vorträge sind für alle Interessierten offen und frei as in Freibier. Zwei mal im Monat werden die Vorträge außerdem beim Freien Sender Kombinat im Radio übertragen und sind per Stream jetzt auch für alle Nicht-Hamburger_innen zu hören. Auf der Seite der AG Queer Studies im Hamburger Genderportal findet ihr weitere Infos, es gibt ein Programmheft als PDF, und hier eine Übersicht der Vorträge im Wintersemester nach dem Klick.
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Missy am Kiosk oder im Briefkasten

Aufgrund eines Serverumzugs war i ♥ digital life diese Woche zwischenzeitlich off, und einige Links, die ich für euch bei delicious hinterlegt hatte, sind nicht durchgekommen. Ich möchte darum noch mal auf Jokerines exzellentes Post zur Kommentarpolitik auf feministischen Blogs hinweisen, den sie anlässlich der Schließung der Kommentare auf dem Genderblog geschrieben hat. Den Link zum Bereicht über die Smash §218 Kundgebung in Berlin habt ihr sicher in vielen anderen Blogs schon gefunden.

Last but not least: Der Erscheinungstag der ersten Missy-Ausgabe ist raus! Ich weiß ja, sie wollten die erste Nummer ganz bestimmt eigentlich an meinem Geburtstag bringen, aber weil der dieses Jahr auf einen Sonntag fällt, mussten sie den Tag darauf nehmen … Checkt Missy am 20. Oktober am Kiosk aus, oder abonniert 4 Ausgaben für 18 Euro (Jahresabo Inland) oder 25 Euro (Ausland). Jede_r weiß: Beim Abo bleibt mehr Geld bei den Produzentinnen des Heftes, und die Aboprämien sind auch nicht von schlechten Eltern. Ich habe abonniert, und bin natürlich gespannt, ob das Heft meinen Erwartungen gerecht wird.

Zum Schluss noch ein Hinweis: Ich bin übers Wochenende in Berlin. Wenn jemand erstmalig kommentiert, muss ich das freischalten, und jetzt wisst ihr Bescheid, warum es zu Verzögerungen kommen könnte.

Zwei feministische Werkstätten und eine Veranstaltung zum Grundeinkommen

Nach der Sommerpause nimmt die Feministische Werkstatt in Hamburg wieder ihre zwei-monatliche Routine auf. Für Oktober und Dezember sind Veranstaltungen zu Arbeit/Arbeitszeitverkürzung und zum Aufbrechen heteronormativer Familienbilder geplant. Zwei sehr spannende Themen, und der Film “natürlich: kai“, der im Dezember gezeigt wird, ist wirklich toll! Im Oktober wird es außerdem eine weitere Veranstaltung zum bedingungslosen Grundeinkommen geben. Zeit, Ort und Details nach dem Klick!
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Was zum Lesen: Ökonomie und Queer Theory

In den letzten Wochen durfte ich mich anlässlich einer Prüfung mal wieder verstärkt mit Poststrukturalismus, Queer und Ökonomiekritik befassen. Auf twitter hatte mich @signifikanten gebeten, eine Literaturliste zu erstellen. Ich nehme das zum Anlass, ein paar der Texte vorzustellen, die ich im Zuge der Prüfungsvorbereitung oder früher schon mal gelesen habe.

Ob man Produktions- und Klassenverhältnisse mit diesem postmodernen Zeichengedöns überhaupt zu fassen bekommt, wird ja immer wieder angezweifelt, und trotz Neo- und Postmarxismus wird der Kapitalismus häufig noch als letzte Instanz konzeptualisiert, und das ist mit dem Anti-Essentialismus von Poststrukturalismus und Queer schwer vereinbar. Eine lesenswerte Kritik von queeren Theorien und Politiken formuliert Rosemary Hennessy in “Profit and Pleasure“. Hennessy beschäftigt sich mit dem Zusammenhang zwischen Kapitalismus und sexuellen Identitäten. Für sie ist das kapitalistische Klassenverhältnis der “Kern menschlicher Beziehungen”, und insofern verwundert es auch nicht, dass der Kapitalismus seine Finger im Spiel hat, wenn es um die Formierung von sexuellen Identitäten und Lebensstilen geht. Hennessys Kritik kann ich in Teilen nachvollziehen, die Lektüre lässt mich aber theoretisch sowie in Hinblick auf die politische Perspektive unbefriedigt zurück.
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