Author: Kathrin

Anti-Orgasm

Konzertfoto von Sonic Youth

Mission control to brain police
Free lucky energy
Penetration – destroys the body
Violation – on a cosmic party
Do you under – stand the problem
Anti-war – is anti-orgasm

Smash the moral hypocrisy
Mission control keep anarchy
Liberation – not your sex life
Domination – will you behave
See how we be – lieve in nothing
Anti-god – is anti-orgasm

Sonic Youth – Anti-Orgasm

Links vom 23. Mai bis zum 2. Juli 2009

Was? Schon Juli? Die letzten Monate sind irgendwie beschleunigt abgelaufen, findet ihr nicht? Jetzt ist Sommer, und meinem Computer macht die Temperatur ein bisschen zu schaffen. Trotzdem hier für euch die gesammelten Links der letzten Wochen, wie immer nach dem Klick! Read more

Bewegungsfeminismus heute? Tagung in Marburg

Nächste Woche findet in Marburg eine Tagung anlässlich des 20-jährigen Jubiläums des feministischen Archivs statt, bei der ich auch zugegen sein werde.

aufbrüche - feministische aktionen, 9-10 juli in marburg

Tagung: “Aufbrüche – feministische Aktion_en”
9./10. Juli 2009 in Marburg

das „…erste und einzige feministische Archiv in Marburg“ wird 20 Jahre! Anlass genug zum Feiern, Reflektieren und Diskutieren. Was, wer, wie ist Feminismus heute? Wo positionieren wir uns? Was bedeutet es heute Feministin zu sein? Viele der feministischen Vorkämpfer_innen der 70er und 80er Jahre sprechen der Bewegung heute jeglichen Fortschritt ab. Junge Frauen sehen sich mit dem Vorwurf konfrontiert, nicht aktiv zu sein und feministische Ideale zu verraten. Auf der anderen Seite präsentieren sich uns in den Medien die „Alpha-Mädchen“ der neue „F-Klasse“ (Thea Dorn), eine kleine weiße Oberschicht erfolgreicher Frauen, die das Wort Feminismus nicht mal mehr in den Mund nehmen wollen.

Feminismus ist aktueller den je – und damit auch der Streit darüber

Ziel der Tagung soll sein, aufzuzeigen, wo heute etwas passiert, wo (junge) feministische Frauen* aktiv sind, welche neuen Aktions- und Organisationsformen es gibt und welche Rolle Medien für Organisation und Wahrnehmung einnehmen. Wo und mit welchen Ansprüchen positionieren sich heute Feminist_innen? Welche Formen des Aktionismus gibt es und wollen gelebt werden? Wie gehen wir mit den neuen Ansätzen und Meinungen um? Was stellt Feminismus inhaltlich dar, was ist längst überholt? Wo verlaufen Abgrenzungen und Konfliktlinien innerhalb der Bewegung? Gibt es eine Bewegung? Wie sehr ist Feminismus/die feministische Bewegung noch in der Gesellschaft verankert? Was ist Fortschritt, was Rückschritt?
Diesen und anderen Fragen wolle wir nachgehen mit einer Tagung des Feministischen Archivs Marburg in Zusammenarbeit mit dem Referat für Geschlechterpolitik des AStA Marburg, gender trouble (feministische frauenlesbenliste (FFLL) und dem Café trauma im g-werk.

Am 9. / 10. Juli 2009
im: Café Trauma im G-Werk, Marburg

Sonja Eismann macht am Donnerstag den 9. Juli den Anfang. Eismann ist Journalistin, Mitherausgeberin des Missy Magazin und schreibt für feministische Medien wie die an.schläge oder nylon. In Marburg referiert sie über „Feministische Medien und Popfeminismus“. Am Freitag den 10. Juli geht es weiter mit Kathrin Ganz und Do Gerbig, die sich mit „Queer-feministischer Ökonomiekritik“ auseinandersetzen. Nach der Theorie kommt die Praxis: Der Workshop „Grrrl Zines und Krachmacher-Kleider. Wenn Texte und Textilien zum Sprachrohr werden“ von Stephanie Müller zeigt am Freitag Mittag ganz konkret wie feministische Aktion heute aussehen kann. Abschließend zeichnet Melanie Groß in ihrem Vortrag „Geschlecht und Widerstand im third wave feminism“ um 17.30 Uhr verschiedene Widerstandsbewegungen und Protestkulturen nach, wobei sie widersprüchliche Positionen als bereichernde Stärke innerhalb der dritten feministischen Welle begreift.
Der Feminismus ist nicht tot; er muss gefeiert werden! z.B. mit der abschließenden queer-feministischen Party am Freitag, inklusive Konzert von EX BEST FRIEND [GrrrrlPunk, Berlin].

Mehr Infos zu Programm, Referent_innen und Konzeption gibt’s hier:
www.feministischeaufbrueche.blogsport.de

Ich hoffe, die Veranstaltung ist trotz der harten Konkurenz in Berlin gut besucht und freue mich schon auf mein erstes Mal in Marburg.

Mitbewohner

Ob sie oder er den Typen rausgeworfen hat?

Hilfe! Mein Mitbewohner hat am So, den 12.04. an der Warendorfer Straße Ecke Dodostr. einen Flomarkt mit lauter Musik usw. veranstaltet. Dabei hat er wohl meine externe Festplatte verkauft/verloren/verschenkt. Biete 80 Euro Finderlohn (wenn Daten noch da). Bitte, wer immer sie hat. Melde dich unter

Notiz zum Tanz

Im Zuge des allgemeinen Hipstertums ((“A “hipster” is what “hipsters” call other “hipsters” to detract attention away from their own “hipsterness.” A “hipster” was once the word du jour for cool and hip people, but now that its uncool and unhip to be hip and cool, it’s what unhip and uncool hip cool people call other hip cool people so that we might not be confused with hip cool people. Cause that would be unhip. Dig?” – urban dictionary)) wurde Indiepop/-rock (kann mal jemand bitte ein neues Wort dafür erfinden?) in den letzten Jahren schneller und hysterischer. Das kann manchmal super sein, aber je länger die Welle anhält, desto mehr Scheiße wird angespült, und die DJs arbeiten sich an den elektrolastingen Tracks und Remixen ab, können aber immer noch keine Übergänge mixen. I call it Schlumpfenindie. Aber die Zeiten werden auch vorbei gehen.

toilettenwand im club

Browser

“A browser is when you know what you’re looking for, and a search engine is when you’re searching for something.” Es ist so einfach. Aber es wundert mich auch nicht, dass nur acht Prozent der Befragten wussten, was ein Browser ist. Das geht unserer Justizministerin und Internetpolitikerin des Jahres Brigitte “Browser? Was sind jetzt noch mal Browser?” Zypris nicht anders.

Ich habe schon genug Leute gesehen, die Seiten, die sie ständig benutzen, immer erst bei Google eingeben, obwohl sie die URL kennen. So viel effizienter ist es nun auch nicht, statt “amazon.de” in die Browserzeile erstmal “amazon” ins Google-Suchfeld zu tippen … seufz. (via magerfettstufe)

Neues Theme

Mitten in der Mädchenmannschaftsbesucher_innenwelle hier rumspielen ist wahrscheinlich nicht so schlau, aber ich hatte heute einfach große Lust ein neues, minimalistischeres Theme für das Blog auszuprobieren.

Der Feminismus, die Feminismüsse

It’s like confetti, I explain. Feminism, like confetti, is one of those words that needs to be understood as plural, plain and simple. You don’t throw one piece of confetti in the air to celebrate. (Well, technically, one could do this, yes, but that would not be very festive.) Similarly, you don’t just celebrate feminism with with one strand of thought. Feminism must be seen, recognized, as plural – as a collective movement – if we are to accurately and justifiably claim a movement is actually taking place. (Lisa Factora-Borchers)

feminists we're calling you graffiti
Foto von Walt Jabsco unter CC by-nc-nd 2.0 Lizenz

Einfach nur so: Ein Zitat, dass ich vor längerer Zeit mal für den zukünftigen Gebrauch gespeichert hatte. Ich habe in letzter Zeit in verschiedenen Zusammenhängen darüber nachgedacht, wie weniges manchmal bringt, sich ewig über das *richtige* Verständnis von so komplizierten Dingen wie Kapitalismus, Queer oder Feminismus auseinanderzusetzen. Ich frage mich aber, wo ein plurales Nebeneinander seine Grenzen erreichen muss. Wann führen wir – also diejenigen, die sich einem politischen Projekt, dass einen Namen trägt, zugehörig fühlen – Konflikte um ihrer selbst Willen, und wann, weil es wirklich sein muss? Und wie können wir Kritik aneinander üben, ohne ein solidarisches Nebeneinander zu verunmöglichen?

i heart digital life @ mädchenmannschaft

Ein kleines Interview mit mir findet ihr heute in der Reihe WWW Girls bei der Mädchenmannschaft: Das Blog für den ein oder anderen klugen Gedanken. An dieser Stelle Props an die Mädchenmannschaft für ihr Blog und die Vernetzungsarbeit!

Geert Lovink in Hamburg

Im Rahmen des FSKolleg spricht der Netztheoretiker Geert Lovink am Donnerstag in der Uni Hamburg. Es wird um Vernetzungsstrategien durch das Web 2.0 gehen. Ich bin gespannt, ob der kleine Hörsaal F im Philosophenturm ausreichen wird. Früh da sein lohnt sich bestimmt.

Jenseits der taktischen Medien und des Web 2.0: Vernetzungsstrategien in Krisenzeiten

Donnerstag, 18. Juni, 18 Uhr
Universität Hamburg, Phil-Turm, Von-Melle-Park 6, Hörsaal F

Hat es gerade in diesen Zeiten einen Sinn intensiv von den sogenannten sozialen Netzwerken im Web Gebrauch zu machen? Oder wäre es angesagt, Netze und Vernetzung als solche zu kritisieren? Bieten Facebook und StudiVZ eine Möglichkeit zur sozialen Mobilisierung? Was sind die heutigen Webstrategien von Künstlern und Medienaktivisten? Welche Alternativen werden derzeit als Antwort auf Kommerzplatformen entwickelt?