Category: DigitalLife

FeedStats statt Feedburner

Sylespion – Probleme mit dem RSS-Feed hat mich heute daran erinnert, dass auch mich Feedburner nervt. Der mittlerweile zu Google gehörende Service zeigt mir, wie viele Leute mein Blog über RSS abonniert haben. Feedburner sorgt in letzter Zeit aber auch dafür, dass neue Artikel erst Stunden später im Feedreader landen. Ich habe darum entschieden, Feedburner abzuschaffen und als Alternative das WordPress-Plugin FeedStats von Andres Nieto Porras und Frank Bültge installiert. Das Plugin gibt mir die Statistik direkt in der Benutzeroberfläche von WordPress aus, und wenn die Auswertung nicht so viele Features hat und mir einfach einen Anhaltspunkt dafür gibt, wie viele Abonnent_innen das Blog hat, ist mir das gerade Recht. Ich hoffe, die Umstellung macht keine Probleme und alle neuen Artikel kommen nach wie vor bei euch an. Falls ihr irgendwelche Probleme mit dem Feed habt, sagt bitte Bescheid.

the fail, the glitch: Amazons Oster-Fail und ein paar Gedanken drumherum

Die letzten Ostertage waren für viele Mitarbeiter bei Amazon in diesem Jahr vermutlich nicht sehr entspannend. Nachdem am Sonntag bekannt wurde, dass jede Menge Bücher rund um Homo- und Transsexualität, Feminismus und queer Theory (sogar Foucaults “History of Sexuality Vol 1” war betroffen) nicht mehr als Suchergebnisse auf Amazon.com auftauchten, ging ein Aufschrei der Empörung durch die Netzwelt. Was war geschehen? War das Zensur, ein gezielter Angriff auf das Reputationssystem von Amazon oder doch – wie von Amazon bekannt gegeben wurde – eine Panne? Andrea James von seatlepi.com hat mit einem Mitarbeiter von Amazon gesprochen und fasst seine Erklärung zusammen:

Amazon managers found that an employee who happened to work in France had filled out a field incorrectly and more than 50,000 items got flipped over to be flagged as “adult,” the source said. (Technically, the flag for adult content was flipped from ‘false’ to ‘true.’)

“It’s no big policy change, just some field that’s been around forever filled out incorrectly,” the source said.

Mich überrascht zwar, dass es so einfach gehen soll, das System von Amazon durcheinander zu bringen, aber es wirkt einigermaßen plausibel. Eine menschliche Fehlerquelle, vermutlich ohne böse Absichten, und das Problem wird schnell gefixt. Mögen andere überprüfen, ob das stimmt, ich nehme das jetzt mal so an und beende die Suche nach der Wahrheit hinter dem #amazonfail an dieser Stelle mit einem Verweis auf den Guardian, der eine offizielle Sprecherin von Amazon zitiert:

“In fact, it impacted 57,310 books in a number of broad categories such as health, mind and body, reproductive and sexual medicine, and erotica. This problem impacted books not just in the United States but globally. It affected not just sales rank but also had the effect of removing the books from Amazon’s main product search.

“Many books have now been fixed and we’re in the process of fixing the remainder as quickly as possible, and we intend to implement new measures to make this kind of accident less likely to occur in the future.”

Mal so nebenbei: Ich würde doch sehr wünschen, bei der Suche nach Produkten wenigstens gefragt zu werden, ob ich wirkliche “adult”-Inhalte gefiltert haben möchte oder nicht – bei der google Bildersuche geht das ja schließlich auch.

Die Amazon-Geschichte hat sehr deutlich gezeigt, wie wunderbar Blogs und Twitter zusammen funktionieren, um schnelle, nicht-organisierte Proteste hervorzubringen. Allein mit Blogs hätte es vielleicht ein paar Tage länger gedauert und der Aufschrei wäre auch nicht so massiv geworden, durch Twitter und die Hashtags #amazonfail und #glitchmyass dagegen konnten viele Leute mal Schnell ihren Unmut kund tun, die Story verbreitete sich rasend schnell, und entsprechend groß war dann auch der Druck auf Amazon. Cyberaktivismus ist mit Blogs, Twitter und Facebook zum Massenphänomen geworden.

Auch wenn es kein gezielter, homophober und anti-feministischer Angriff auf das Reputationssystem war, finde ich die Überlegung spannend, ob gesellschaftliche Konflikte in Zukunft vermehrt mit auf diese Weise ausgetragen werden. Bücher als anstößig flaggen, Bands bei myspace oder last.fm melden, weil sie der eigenen politischen Meinung nicht zusagen, dazu aufrufen, Twitteraccounts zu blocken, gezielte Angriffe auf Trust- und Reputationssysteme … es gibt viele Möglichkeiten. Ist das ein legitimes Mittel, seiner Meinung politisch Ausdruck zu verleihen, sozusagen ziviler Ungehorsam im Internet, oder muss darauf hingearbeiten werden, dass sich im Internet soziale Normen herausbilden, die eine von solchen Methoden abhalten? Wann ist ihr Einsatz gerechtfertigt, wann nicht? Till Westermayer wirft in seinem Blog sogar die Frage auf, ob es einer “Verstaatlichung nahezumonopolisierter Netzräume” bedarf.

Schließlich war es für mich persönlich noch spannend zu sehen was passiert, wenn man ein Thema relativ früh am mitteleuropäischen Tag im Blog aufgreift, der Link über Twitter per Retweet, Rivva und Netzpolitik verbreitet wird und plötzlich viel mehr Leute als sonst auf das Blog kommen. Kleine Erkenntnis am Rande: Die Anzahl von Blogkommentaren hängt nicht mit der Anzahl der Zugriffe auf einen bestimmten Artikel zusammen.

Amazon.com FAIL

Der Hashtag #amazonfail wurde über Nacht zum tending topic auf twitter. Was ist da los?

Amazon.com scheint eine neue policy zu haben, der zufolge vorgeblich nicht jugendgerechte Titel ihr Verkaufs- und Suchranking verlieren und nicht mehr in Topsellerlisten und der Suche auftauchen. Dies betrifft u.a. Titel zu Homosexualität. Auf die Anfrage eines Autoren, der das veschwinden von hunderten schwulesbischen Büchern bermekt hat, antwortete eine Person beim Amazon.com:

In consideration of our entire customer base, we exclude “adult” material from appearing in some searches and best seller lists. Since these lists are generated using sales ranks, adult materials must also be excluded from that feature.

Eben habe ich auf amazon.com nach “Homosexuality” gesucht:

“A Parent’s Guide to Preventing Homosexuality” von Joseph Nicolosi und Linda Ames Nicolosi war das Top-Ergebnis, und die weiteren Bücher in der Liste zielen in eine ähnliche Richtung: Titel wie “You don’t have to be gay” und viel Kirchen- und Christenliteratur zum Thema.

Neben LGBT-Büchern sind auch femininistische und women’s health books, Titel wie “Wetlands” von Charlotte Roche oder die Queer Theory Einführung von Annamarie Jagose betroffen (vgl. die Liste der de-ranked Bücher). Nachfotografiebände dagegen nicht.

Irgendetwas ist da im Argen mit dem Amazon Rank. Ich bin mir aber sicher, wenn die Reaktion im Netz so heftig weiter geht, wie es am Ostersonntag in den USA begonnen hat, die Verkäufe bei Amazon einen Knick bekommen, viele Leute in ihren Blogs und auf twitter über das Thema schreiben, der Facebook-Gruppe beitreten und sich andere coole Aktionen einfallen lassen, könnte der Wahnsinn gestoppt werden. Amazon.com muss reagieren.

Edit: Amazon hat mittlerweile verlauten lassen, dass es sich um eine “Panne” im System (“glitch”, daher das twitter hashtag #glitchmyass) handele. Eine gute Erklärung gab es m.E. aber noch nicht.

Mehr auf:
Jezebel – Why Is Amazon Removing The Sales Rankings From Gay, Lesbian Books?
seatlepi.com – Amazon under fire for perceived anti-gay policy
Bust.com – Amazon FAIL
Feministing – Amazon Fail: Certain “adult” books (like mine) are de-ranked
blogs.news-journalonline.com – AmazonFail: A Twitter movement in action
Smart Bitches, Trashy Books – Amazon Rank, eine google-bomb
Meta Writer – Collection: Books that had their sales ranks removed
Futurezone ORF.at – Kritik an Amazons Zensurpolitik
Netzpolitik – Amazonfail

Aktuelles zum #amazonfail samt der Erklärung von offizieller Seite findet ihr im Artikel the fail, the glitch: Amazons Oster-Fail und ein paar Gedanken drumherum.

We’re born naked, everything else is CSS

Heute ist internationaler Naked CSS Day, der die Einhaltung von Webstandards fördern soll. Mit Hilfe eines Plugins für WordPress habe ich das CSS von i heart digital life entfernt, um zu sehen, ob das darunterliegende HTML ordentlich geschrieben ist. Webstandards nützen jenen, die aus welchen Gründen auch immer nicht mit modernen Standardbrowsern auf schnellen Rechnern mit Breitbandinternet im Netz unterwegs sind. Sie sind dazu da, “um für die größtmögliche Zahl von Internet-Nutzern den größtmöglichen Nutzen zu erzielen und gleichzeitig die Langlebigkeit von im Internet veröffentlichten Dokumenten sicherzustellen” (aus der deutschen Übersetzung des Webstandards Mission Statement).

Glaskugel revisited: Das Mini-MacBook Air

Ich weiß, es ist nicht der neuste Scheiß, und es ist nur ein Gerücht, höchstwahrscheinlich ein Fake: Das MacBook Air Mini. Flach, klein, leicht, ultra-mobil und ultra-schick. Es ist mir bereits am 3. November letzten Jahres in der Glaskugel erschienen:

Es wird ein Netbook von Apple geben. (…) leichte, air-artige Notebooks um die 11? (…) und größere, schwerere um die 15? für die andere Zielgruppe. (…) in einem halben Jahr schauen wir nach, was passiert ist.

Warum sollte es also nicht kommen?

Frauen und Twitter

Der typische deutsche Nutzer des Microbloggingdienstes Twitter ist 32 Jahre alt, hat Abitur, macht was mit Medien, betreibt einen Blog und ist ein Mann – so die nun veröffentlichten Ergebnisse einer Twitterumfrage. 2800 Twitternde wurden im März 2009 gefragt, warum und wie sie Twitter nutzen und welche Demographie sich hinter den Accounts verbirgt.

Ich erlaube mir mal für einen Moment, die ganz heteronormative Geschlechterbinarität der Studie nicht zu hinterfragen und stelle fest, dass Frauen nur ein Viertel (25,7 Prozent) derjenigen Twitteruser_innen ausmachen, die an der Umfrage teilgenommen haben. Verschiedene statistisch signifikante Unterschiede bezüglich des Nutzungsverhaltens von Männern und Frauen sind bei der Umfrage ebenfalls herausgekommen: Frauen haben häufiger protected accounts, bei denen neue Follower_innen “freigeschaltet” werden müssen, sie benutzen wesentlich seltener ihre real life Namen auf Twitter und schreiben in ihren Blogs viel häufiger über private Themen.

Dass Frauen häufiger nicht-öffentlich twittern und Accountnamen erfinden, mag überraschen und einen aufgeklärten Menschen ggf. beschämen, liegt doch die Vermutung nahe, dass sich Frauen in der (Twitter-)Öffentlichkeit besser zu schützen versuchen als Männer das tun (müssen?).
Ein Grund für diesen Unterschied liegt evtl. in den unterschiedlichen Themen, über die Frauen und Männer bloggen (siehe letzter Abschnitt). Weil Frauen häufiger über private Themen bloggen, sind ihre Twitteraccounts auch häufiger nicht öffentlich und ihre Accountnamen sollen weniger einen Rückschluss auf die tatsächliche Person zulassen. Es bleibt zu prüfen, inwiefern dies zutrifft bzw. ob für Frauen eine höhere wie auch immer geartete Gefährdung auf Twitter besteht, wovor sie sich durch erfundene Usernamen und protected Accounts zu schützen versuchen.

Im Nutzungsverhalt bei twitter zeigt sich also zum einen, dass Privatheit und Öffentlichkeit zwei Sphären sind, die auch im Jahr 2009 noch geschlechtsspezifisch geprägt sind. Frauen twittern vermutlich häufiger über Privatleben und tauschen sich mit Freunden aus, Männer hauen Informationen über Kram raus, den sie für Öffentlich relevant halten. Ich vermute, der Wunsch nach Anonymität und das Vermeiden von unkontrollierbarer Öffentlichkeit hängt sowohl damit zusammen, dass Nutzerinnen keine Lust haben, dass jede_r ihre privaten Tweets lesen und ihrer Person zuordnen kann, aber auch damit, dass Frauen ihre Privatidentität vor konkreter Gefährdung schützen wollen. Es würde sich sicher lohnen, an diese, von Thomas Pfeiffer aka codeispoetry aufgeworfene Frage noch mal qualitativ ranzugehen. Was erleben Frauen im Netz, was sind die Gefahren und welche Möglichkeiten gibt es, damit umzugehen?

Re:publica 09: Freitag 2 – Hacker_innen, Frauen & ein Fazit

Mit Open Source Hardware Hacking startete ich in den Nachmittag, einfach, um mal etwas sehr nerdiges mitzunehmen, und weil die coole Fabienne den ersten Vortrag hält. Was ich mitgenommen habe? Löten ist fun, Dokumentieren ein notwendiger pain in the ass. Im Anschluss sprach Frank Rieger über den Stand der Dinge im 3D-Printing/Rapid Prototyping. Interessant fand ich das deshalb, weil diese Technologien in Büchern wie “Marke Eigenbau” von Range und Friebe immer als eine Art deus ex machina auftreten, wenn es um die Frage geht, ob sich denn die Produktionsverhältnisse denn wirklich ändern. Rieger hat sich der Materie angenommen, und sein Fazit ist, dass es zurzeit noch softwareseitig hakt. Ein kleiner reality check.

Beim Panel “Wenn Frauen bloggen: Warum Babykotze genauso relevant ist wie das iPhone” wurden im Anschluss darüber diskutiert, warum so wenige Frauen auf den Podien der re:publica zu sehen waren, und wie die Lage der Frau in der deutschen Blogosphäre so ist. Das Podium war sehr gemischt mit einer Autorin des Mädchenblogs, Macnotes Chefredakteurin Kathrin Grannemann, einer Modebloggerin von Les Mads, Das Nuf und Franzi von franzikript als Moderatorin erzählte über eigene Erfahrungen mit dem Bloggen, aber relativ schnell verlagerte sich die Diskussion ins Publikum, wo sich drei Haltungen herauskristallisierten. Es gibt diejenigen, die sich für emanzipiert halten, und ganz individuell ihren Weg gehen wollen. Es gibt diejenigen, die sehen, dass es eine strukturelle Machtdifferenz gibt und mit Vernetzung dagegen angehen wollen, aber ihre jeweiligen Themen von Politik über Mode bis Technik vorantreiben wollen und eine allzu starke Fokussierung auf Feminismus eher kontraproduktiv finden. Und schließlich noch diejenigen, die Lust darauf haben, Feminismus zu ihrem Kerngeschäft zu machen.

Zum Abschluss sah ich mir dann noch den Panel “Politische Blogs in Deutschland” an. Schön an dieser Session fand ich, dass irgendwann deutlich wurde, dass Politik für viele Blogger mehr ist, als den großen Parteien und dem geschehen in der offiziellen Politik zu folgen.

Da ich merke, dass meine Erinnerung an die einzelnen Veranstaltungen langsam aber sicher schwindet, belasse ich es hier bei. Mein Fazit: Die re:publica 09 hat mir Spass gemacht, und es hat sich gelohnt, hin zu fahren. Es war für mich das erste Internet-Szene-Treffen, und ich fand die Atmosphäre mit all den fahl beleuchteten Gesichtern im Friedrichstadtpalast ganz angenehm. Dramaturgisch hätte einiges besser gemacht werden können, und vielleicht zeigt eine solche Veranstaltung auch, woran es im Moment noch hakt. In den letzten Jahren hat sich durch Twitter und BarCamps eine relativ gut vernetzte, glücklicherweise nicht homogene Szene von Internetleuten herausgebildet, die sich ein kleines bisschen als Avantgarde verstehen. Nach der Obamawahl kommen jetzt Institutionen wie das ZDF und schauen genau hin, was hier passiert. Es besteht also eine gewisse Erwartungshaltung, das Standing ist nicht schlecht, aber was draus machen? Es bleibt spannend.

Re:publica 09: Freitag 1 – Die Dramaturgie der Konferenz

Bevor es endgültig zu spät ist, muss ich meinem Gehirn noch ein paar Erinnerungen an den letzten Tag der diesjährigen re:publica entnehmen und diese aufschreiben. Die Veranstaltungen am Morgen fanden wieder im dunklen Friedrichstadtpalast statt. Der Kommunikationssoziologe Jan Schmidt eröffnete den Tag mit einem gelungenen Vortrag über “Wandel von Öffentlichkeit – Wandel von Privatssphäre”, bei dem er auf Normbildungsprozesse in sozialen Netzwerken einging. Mit einer schönen Analogie verdeutlichte er, wohin die Reise vielleicht gehen kann: In Holland ist es nicht üblich, Vorgänge am Wohnzimmerfenster zu haben, so dass es möglich ist, von der Straße aus den Leuten beim Leben zuzuschauen. Trotzdem macht man es nicht.

Im Anschluss war Esra’a Al Shafei von mideastyouth.com zuerst mit einem Vortrag, und dann als Panelteilnehmerin zusammen mit Mary C. Joyce, der New Media Operations Managerin für die Obama Kampagne, auf einem von Mercedes Bunz moderierten Podium. Für viele Teilnehmer_innen der Konferenz war Al Shafeis Vortrag über ihren New Media Activism im Nahen Osten wohl das inspirierendste, was es in den Tagen zu hören gab.

Zu Jimbo Wales gibt es nicht viel zu sagen: Guter Vortragsstil, aber etwas über Wikipedia , Wikis und Wikia zu erfahren, war für die meisten Anwesenden im Saal wohl überflüssig. Anders dagegen Cory Doctorow, der über Medien im 21. Jahrhundert sprach, deutlich machte, dass es kein Zurück gibt, wer sich aus welchen Gründen am Ende durchsetzen wird, und dass DRM und co. nichts bringen wird. Ein richtig guter Vortrag, der sehr gut am ersten Tag als Keynote funktioniert hätte. An diesem Punkt wurde mir auch klar, was eines der Probleme der gesamten Konferenz war: Die Dramaturgie. Eher langweilige, selbstbezügliche Panales am ersten Tag vs. Inspiration und Staunen am dritten Tag. Es ist vermutlich eine organisatorische Frage, wer wann sprechen kann, aber anders rum wäre es viel besser gewesen.

Re:publica 09: Donnerstag 3 – Awwww! Hilarious!

Eine Pause war dringend von nöten, und so verpasste ich leider den – durch die zu lauten Lautsprecher in der Lounge der Kalkscheune sehr interessant klingenden – Vortrag von Lawrence Lessig. Dafür sah ich Tim Pritlove einen iMac streicheln und konnte in der warmen Frühlingssonne eine kühle Mate trinken, bevor der äußerst unterhaltsame Teil des Abends begann: Ich sah noch das Ende eines kühnen Vortrages von Christian Heller aka plomlompom über “Das intelligente Meme”. Angelehnt an Genetik und Evolutionstheorien untersuchte er darin die Entwicklung und Fortpflanzung von Internetmemen wie den Lolkatzen. Das ist Theoriebildung auf der höhe der Zeit. Die Show von Monochroms Johannes Grenzfurthner übererfüllte meine Erwartungen. Grenzfurthner ist ein Meister der radikalen Powerpoint-Performance. Zum Abschluss dann keine Twitterlesung für mich (ein ander mal… irgendwann), sondern Essen in Begleitung dreier twitternder Lolhumans.